Alexander von Preen
HDE-Präsident Alexander von Preen sieht in der ausbleibenden Steuersenkung einen massiven Vertrauensbruch an Handel und Verbrauchern. (Quelle: HDE)

Handel 2023-05-30T06:39:20.027Z Mittelstandsgipfel: HDE fordert Bürokratiestopp und Gründungsoffensive

Vor dem heutigen Mittelstandsgipfel des Bundeswirtschaftsministeriums macht der Handelsverband Deutschland (HDE) deutlich, dass es in der aktuell für viele Unternehmen schwierigen Lage dringend Entlastungen bei oft zu bürokratischen Gesetzen und Vorgaben braucht. Zudem erneuert der Verband seinen Vorschlag zum Start einer Gründungsoffensive für Handelsunternehmen und zur Einführung von Ansiedlungsmanagern, um die Innenstädte dauerhaft zu stärken.

"Die Nachwirkungen der Corona-Krise und die in der Folge der hohen Inflation schlechte Konsumstimmung treffen den mittelständischen Einzelhandel knüppelhart. Da muss die Bundesregierung jetzt wegweisende Entscheidungen für bessere Rahmenbedingungen treffen. Ansonsten droht am Ende die Verödung ganzer Stadtzentren“, so HDE-Präsident Alexander von Preen. Allein für das laufende Jahr rechnet der HDE damit, dass 9.000 Geschäfte ihre Türen für immer schließen. Der Verband spricht sich deshalb für eine Gründungsoffensive mit staatlichen Fördermaßnahmen und die Einführung von Ansiedlungsmanagern aus. Diese sollen die Leerstandssituation vor Ort beobachten, erfassen und sinnvolle Nachnutzungen vermitteln.

Neben einem besseren Klima für Neugründungen setzt sich von Preen für Veränderungen bei steuerlichen und bürokratischen Hindernissen ein. „Der Bürokratieabbau ist seit Jahrzehnten in aller Munde. In der Praxis aber werden immer mehr bürokratische Berichtspflichten aufgebaut. Das war schon in guten Zeiten mehr als ärgerlich. Die aktuelle Krise jedoch macht es unerlässlich, manch alten Zopf abzuschneiden. Und vor allem dürfen nicht ständig neue Vorgaben hinzukommen“, so der HDE-Präsident.

zuletzt editiert am 30. Mai 2023
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