Schnellladesäule vor einer Bauhaus-Filiale
Schnellladesäule vor einer Bauhaus-Filiale (Quelle: Bauhaus/EnBW)

Handel

12. January 2023 | Teilen auf:

Mobilitätswende: HDE sieht Einzelhandel als zentralen Akteur

Anlässlich des gestrigen Gesprächs zur Transformation der Automobil- und Mobilitätswirtschaft unter der Leitung von Bundeskanzler Olaf Scholz fordert der HDE die Einzelhandels-Branche in der Debatte über einen Mobilitätswandel einzubeziehen. Denn dieser sei sei etwa als Akteur im Ausbau der Ladeinfrastruktur und als Teil der sich verändernden städtischen Infrastruktur unmittelbar von der Diskussion betroffen, teilt der HDE mit.

Aus Sicht des Verbandes ist zudem die Beschränkung des Austauschs auf das Verkehrsmittel Auto zu kurz gegriffen. Der HDE fordert daher die Einberufung eines echten Mobilitätsgipfels, der die Stimmen aller zentralen Akteure einbezieht. "Wesentliche Treiber des Mobilitätswandels saßen nicht mit am Tisch. Mobilität ist schließlich mehr als das Auto“, so HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth.

Der gemeinsam von HDE und GfK erarbeitete Standort-Monitor 2022 zeige deutlich, so der Verband, dass das Auto bundesweit zwar weiterhin das Verkehrsmittel Nummer eins und für den Einkaufsverkehr bedeutend ist, jedoch insbesondere in den hochverdichteten Großstadtbereichen der ÖPNV an Bedeutung zugenommen hat. Der öffentliche Personennahverkehr dominiert hier, andere Verkehrsträger wie beispielsweise das Fahrrad werden regelmäßig von rund 30 Prozent der Bürgerinnen und Bürger genutzt.

„Für die Weiterentwicklung der Straßeninfrastruktur oder auch für die Angebote des ruhenden Verkehrs entstehen ganz neue Aufgaben, von Radschnellwegen über Fahrradparkhäuser bis zur wichtigen Verknüpfung mit dem Individualverkehr. Den Handel zeichnet seine Nähe zu derartigen Problemstellungen aus. Unsere Innenstädte müssen für alle erreichbar bleiben. Ohne die Branche kann die Mobilitätswende weder diskutiert noch umgesetzt werden“, betont Genth.

zuletzt editiert am 12.01.2023