Eine moderne Küche mit einem eingebauten Backofen, einem Esstisch und großen Fenstern, die viel Tageslicht hereinlassen.
Struktureller Wandel, widrige Rahmenbedingungen und spürbare Konsumzurückhaltung: Auch der Möbelhandel steht unter Druck. (Quelle: Pixabay)

Handel 2025-07-24T06:46:09.872Z Möbelhandel mit Umsatzminus in 2024

Im Vergleich zum Vorjahr sank der Umsatz im Jahr 2024 um 6,1 Prozent und belief sich damit im Jahr 2024 auf rund 23,9 Milliarden Euro (2023: 25,4 Milliarden Euro). Damit setzt sich der seit 2022 erkennbare Negativtrend fort – mit einem Aufschwung am Möbelmarkt ist frühstens ab dem Jahr 2026 zu rechnen. Auch, weil die anhaltende Wohnungsbaukrise zu einem der wichtigsten Gründe für den schwächelnden Möbelmarkt gehört.

Zu diesen Ergebnissen kommt der aktuelle Möbelreport, der im Auftrag des Mittelstandsverbundes seit 1999 durchgeführt und in diesem Jahr erstmals vom IFH Köln vorgelegt wurde.

In diesem von Unsicherheiten geprägtem Umfeld sticht die Stärke des kooperierenden Mittelstands hervor, heißt es in einer Mitteilungdes Mittelstandsverbundes: Mit 75 Prozent Marktanteil im klassischen Möbel- und Küchenfachhandel sei dessen Bedeutung ungebrochen hoch. Der Wettbewerb zwischen internationalen Plattformen und stationären mittelständischen Händlern werde jedoch durch aggressive Preismodelle und teils ungleiche regulatorische Bedingungen zunehmend schärfer, heißt es. Dies verstärkt den Transformations- und Digitalisierungsdruck auf den Fachhandel, der sich auch in der wachsenden Bedeutung des Onlinehandels im Möbelsektor zeigt: In einem insgesamt rückläufigen Gesamtmarkt stieg der Onlineanteil mit Wohn- und Büromöbeln am Umsatz von 14,4 % (2023) auf 15,4 % (2024).

Digitalisierung forcieren

„Der stationäre Umsatzanteil bleibt dominant. Aber die Bedeutung digitaler Informations- und Vergleichsmöglichkeiten steigt. Diese Entwicklung fordert auch den stationären Möbelhandel, das eigene Geschäftsmodell anzupassen und zu digitalisieren – was für mittelständische Unternehmen allein nicht immer einfach ist. Aber es gelingt in der Kooperation, die genau deshalb ein unschlagbares Erfolgsmodell bleibt: Das bestätigt der Marktanteil von 75 % des kooperierenden Mittelstands im Möbel- und Küchenhandel überdeutlich“, so Dr. Marc Zgaga, stellvertretender Hauptgeschäftsführer des Mittelstandsverbundes und Leiter der Fachgruppe Möbel und Küchen.

zuletzt editiert am 24. Juli 2025
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