Moderne Wohnzimmereinrichtung mit Sessel, Sideboard und Tisch.
Moderne Einrichtung. (Quelle: Pexels/Mikhail Nilov)

Handel 2021-08-04T07:52:13.159Z Möbelhandel wächst 2020 leicht

Um 1,2 Prozent auf rund 35,36 Milliarden Euro hat der Umsatz im deutschen Möbelhandel im vergangenen Jahr zugelegt. Dies geht aus dem EHI-„Möbelreport“ im Auftrag des Mittelstandsverbundes hervor.

Nachdem die Geschäftsentwicklung im Zuge des ersten Lockdowns im März zunächst eingebrochen war, holte der Möbelhandel ab Mitte des Jahres kräftig auf. Insgesamt bleibe der Möbelfachhandel mit einem Marktanteil von 73,6 Prozent trotz eines leichten Rückgangs weiterhin stärkster Player auf dem Möbelmarkt und könne damit seine zentrale Bedeutung als Absatzkanal auch in Krisenzeiten aufrechterhalten, so der Mittelstandsverbund.

„Fast drei Viertel der Umsätze ging auch im Corona-Krisen-Jahr auf das Konto des Möbelfachhandels. Eine besonders starke Performance zeigten dabei wiederum die Unternehmen, die in Verbundgruppen und Einkaufsverbänden organisiert sind“, sagt Dr. Marc Zgaga, Geschäftsführer des Mittelstandsverbundes und Sprecher der Fachgruppe Möbel.

Der kooperierende Möbelfacheinzelhandel erzielte 2020 einen Umsatz von 20,17 Milliarden Euro und sicherte sich damit einen Marktanteil von 57 Prozent. Bei einem Gesamtumsatz des Möbelfachhandels von 26,05 Milliarden Euro erreichte der verbandsunabhängige Möbelfachhandel einen Umsatz von 5,88 Milliarden Euro und damit einen Marktanteil von 16,6 Prozent.

Bei sogenannten branchenfremden Anbietern setzt sich auch 2020 der Versandhandel inklusive Online Pure Player mit einem Marktanteil von 11,5 Prozent (2019: 10,1 Prozent) an die Spitze. Der Direktabsatz (inklusive Handwerk) sowie der Großhandel (Objektgeschäft) erwirtschafteten im vergangenen Jahr zusammen einen Umsatz von 9,31 Milliarden Euro.

Zgaga: „Angetrieben von den stationären Möbel- und Küchenhändlern, die zunehmend kanalübergreifend erfolgreich agieren einerseits sowie der Lockdown-bedingten Verlagerung der Käufe ins Internet andererseits, konnte zudem der E-Commerce im letzten Jahr deutlich zulegen. Vor dem Hintergrund der fast überall ausgelösten Digitalisierungs- und Transformationsprojekte ist davon auszugehen, dass dieser Trend auch in 2021 anhält.“

zuletzt editiert am 04. August 2021
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