Josef Schulte-Lohgerber, Seniorchef der Unternehmen Gebrüder Schulte, Schulte Duschkabinenbau, Schulte Home, HSK Duschkabinenbau und Breuer ist am 09. Oktober 2023 im Alter von 92 Jahren verstorben. Sundern und das Sauerland verlieren mit ihm eine der herausragendsten Unternehmerpersönlichkeiten.
In Sundern geboren und aufgewachsen trat er nach Schule, handwerklicher Schlosserausbildung und einer kaufmännischen Lehre 1953 in den elterlichen Betrieb ein, in dem zunächst Gardinenstangen gefertigt, nach dem Krieg zudem Produkte aus Draht, Rohr und Kunststoff hergestellt wurden.
Mit dem Eintritt von Josef Schulte-Lohgerber 1953 veränderte sich das Produktspektrum und es wurden neue Kundenkreise wie Versandhäuser, Baumärkte und Fachhändler erschlossen: Zu Beginn der 1960er Jahre waren Einkaufsroller sowie auch Regalsysteme große Verkaufsschlager. Für Regalsysteme ist Gebrüder Schulte bis heute eines der führenden Unternehmen auf dem deutschen Markt.
Mitte der 1970er Jahre gründete Josef Schulte-Lohgerber die Firma Schulte Duschkabinenbau in Olsberg. Mit Design, Qualität und Service zu bezahlbaren Preisen grenzte sich das Unternehmen sowohl von europäischen Anbietern als auch von asiatischen Wettbewerbern ab – in den letzten 35 Jahren ist die Schulte Gruppe zum führenden Duschkabinen-Hersteller in Europa geworden.
Nahezu 70 Jahre lang war Josef Schulte für die Geschicke der wachsenden Unternehmen verantwortlich. Heute arbeiten rund 1.850 Mitarbeiter an den Standorten der verschiedenen Unternehmen. Das Vertrauen in „Made in Germany“, die Belegschaft, das Gespür für das richtige Produkt und der Fokus auf die Kundschaft waren die Grundpfeiler für den langjährigen Erfolg. Dieses stets sichere, unabhängige Agieren des Unternehmers hat sich auf die nachfolgenden Generationen übertragen.
Der Standort Sundern/Sauerland spielte für Schulte stets eine besondere Rolle, da dies die Heimat der Unternehmerfamilie ist und hier die Stärke eines Familienunternehmens zum Tragen kommt. Mit Josef Schulte-Lohgerber verliert die Branche einen Visionär mit unternehmerischem Mut und zugleich einen empathischen Mitmenschen, der auch im Ruhestand fortwährend ein offenes Ohr für seine Mitarbeiter*innen, Freunde und Familie hatte. Er hinterlässt seine Ehefrau, drei Kinder und sieben Enkelkinder.
