Pixabay Komposterde
Ist diese Komposterde verunreinigt? (Quelle: Pixabay)

Branche 2018-05-30T00:00:00Z NDR weist Plastik in Komposterde nach

Die NDR-Sendung „Markt“ hat in ihrer letzten Ausgabe Komposterde von namhaften Anbietern auf den Gehalt an Fremdstoffen wie Hartplastik, Glas und Metall untersucht. Die gute Nachricht: Grenzwerte wurden nicht überschritten.

Wie in den Labors festgestellt wurde, kann die im Handel erhältliche Komposterde durchaus kleine Plastikteile enthalten. Acht Sorten Erde von den Anbietern Obi, Dehner, Floragard, Bauhaus, Hornbach, Toom, Compo und Hagebaumarkt wurden untersucht. Den Testern gelang es, Partikel von mehr als zwei Millimetern Größe per Hand auszusortieren. Wie der NDR berichtet, befand sich laut Laborbericht in allen acht Säcken Plastik.

Die meisten Partikel entdeckte das Labor in der Gartenkrone Tomaten- und Gemüseerde von Hagebaumarkt (2,74 Gramm), im Dehner Bio Kompost (2,11 Gramm) und in der Hochbeeterde von Marktführer Compo (1,89 Gramm).

Die wenigsten Plastikteile befanden sich im Bio-Kompost von Toom (0,63 Gramm) und in der Gardol Pure Nature Bio-Hochbeeterde von Bauhaus (0,6 Gramm). Diese Angaben beziehen sich jeweils auf 40 Liter Frischmasse.

Die gute Nachricht ist: Die Produkte entsprechen trotz dieser Verunreinigungen immer noch der Düngemittelverordnung und liegen unter den Grenzwerten von 0,1 Prozent für Folien (nicht abgebaute verformbare Kunststoffe) und 0,4 Prozent für sonstige Fremdstoffe insgesamt in der Trockenmasse der Erde.

Wie der Fernsehsender weiter mitteilt, stammt Kompost in den untersuchten Erden aus Grünschnitt aus öffentlichen Grünanlagen, Parks, Gärten und Friedhöfen. Befindet sich dort Müll, landet er im Grünschnitt-Kompost und kann nicht komplett herausgesiebt werden. Außerdem wird in Kompostierungsanlagen Biomüll zu Kompost verarbeitet. Auch dabei lassen sich nicht alle Partikel restlos aussortieren.

zuletzt editiert am 25. Juni 2021
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