Marktzenario Gartendekoration
Der Branchen-Report Garden-Living nimmt die Umsatzchancen unter die Lupe. (Quelle: Marketmedia.24)

Grüne Fakten 2019-10-25T00:00:00Z Neuer Branchenreport Garden-Living

Rund 3 Milliarden Euro investieren die Deutschen jährlich in das Wohnfeeling unter freiem Himmel. Mit 1,3 Prozent fällt das damit verbundene Umsatzplus jedoch eher bescheiden aus. Dennoch stehen die Zeichen weiter auf Wachstum, so der Branchenreport Garden-Living von Marketmedia24 in Köln.

Je mediterraner die deutschen Sommer werden, desto stärker wächst laut der Studie offensichtlich das Interesse der Konsumenten an Garden-Living-Produkten. Dies in deutlich höhere Umsätze mit entsprechenden Renditen umzuwandeln ist bereeits seit längerem eine Herausforderung für Industrie und Handel. Denn nach wie vor sind selbst im Segment der qualitativen Nachfrage Preise die ausschlaggebenden Argumente beim Kauf. Allenfalls dort, wo der Outdoor-Lifestyle stark prestigebehaftet ist, sind Marken ein gefragter und preisstabilisierender Mehrwert. Dennoch wächst die Zahlungsbe-reitschaft. Zudem werden wenn innovative und nachhaltige Aspekte wichtiger. Hier wirkt laut Marketmedia.24 der Megatrend der Verschmelzung von innen und außen kräftig mit. Denn zum einen zieht immer mehr hochwertiges Garden-Living-Mobiliar in Wintergärten oder ganz in den Innenraum. Zum anderen sorgen bodentiefe Fenster für einen nahtlosen Übergang in den Außenraum. Dabei lassen sich potente Käufer gern von Outdoor-Arealen beispielsweise in Gastronomie und Hotels inspirie-ren, wissen Händler, die sich über eine dort initiierte Privatnachfrage freuen.

Trendszenario prognostiziert 3,3 Milliarden Euro-Markt

Insgesamt kann die Branche laut der Studie optimistisch in die Zukunft blicken. Denn der Markt für Garden-Living erweist sich seit Jahren als recht stabil. Lediglich extreme „Einbrüche“ könnten wie 2012 das Wachstum eintrüben, nicht aber über längere Zeit hinweg stoppen. Folglich errechneten die Zukunftsforscher von Marketmedia24 im Garden-Living-Trendszenario ein Marktvolumen in Höhe von rund 3,3 Milliarden Euro für 2025. Sollte die Zeitspanne bis dahin zu den konjunkturell beflügelten Phasen zählen, kann der Umsatz sogar höher ausfallen, heißt es. Denn dann steigen die Spielräume für den bedarfs- und preisunabhängigen Garden-Living-Mehrkonsum. Die Umsätze für Gartenmöbel einschließlich Auflagen würden unter diesen Bedingungen auf über 1 Milliarde Euro steigen.

Chance für Gach-Gartencenter

Auf Vertriebsseite findet sich – wie in vielen Branchen – der Online-Handel auf der Gewinnerliste. Mit knapp 20 Prozent Marktanteil folgen Internet- und Versandhandel der Nummer eins im Markt: den Bau- und Heimwerkermärkten. Diese halten sich mit großem Abstand zum Wettbewerb an der Spitze, auch indem sie im Internetgeschäft mitmischen. Insgesamt aber führt für Volumen-Lieferanten die breiteste Straße zum Kunden über den stationären Handel. Für die Zukunft verlangt der Markt rund um das Gartenleben und -wohnen aber von diesen Marktteilnehmern Differenzierung und Profilierung. Anbieter müssen sich vom Gemischtwarenladen verabschieden und eine Kunden-Segmentierung vornehmen, empfiehlt Marketmedia24. Hier liegen besonders die Chancen für Fachhandelsformate. Dem Wunsch nach Erlebniskauf erfüllen vor allem Fach-Gartencenter, die sich als Gegenpol zur virtuellen Welt positionieren. Insbesondere im urbanen Raum besteht Bedarf, der die viel diskutierte Idee vom Outlet-Gartencenter in der Stadt neu in den Fokus rückt.

zuletzt editiert am 25. Juni 2021
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