Karte der Kaufkraft in Deutschland im Jahr 2026, dargestellt durch verschiedene Farbcodes für unterschiedliche Regionen.
Verteilung der Kaufkraft in Deutschland 2026. (Quelle: Grafik: NIQ Geomarketing)

Handel 2026-01-22T00:00:00Z NIQ Studie: Kaufkraft der Deutschen steigt 2026 um 5 Prozent auf 31.193 Euro

Die Kaufkraft der Deutschen wächst 2026 deutlich: Mit durchschnittlich 31.193 Euro pro Kopf liegt sie 5 Prozent über dem Vorjahr, was einem Plus von 1.466 Euro entspricht. Das zeigt die aktuelle NIQ Kaufkraftstudie. Insgesamt prognostiziert NIQ Geomarketing für Deutschland eine Kaufkraftsumme von 2.607,0 Milliarden Euro, die für Konsumausgaben, Wohnen, Freizeit oder zum Sparen zur Verfügung stehen.

Die NIQ Kaufkraft berücksichtigt das nominal verfügbare Nettoeinkommen der Bevölkerung inklusive staatlicher Transferzahlungen wie Renten, Arbeitslosen- und Kindergeld. Ob und wie viel jedoch vom nominalen Kaufkraftzuwachs real für die Ausgaben der Bürger übrigbleibt, hängt davon ab, wie sich 2026 die Verbraucherpreise entwickeln werden.

Regionale Unterschiede: Bayern weiter vorn

Die regionale Verteilung der Kaufkraft in Deutschland gibt spannende Einblicke, wo Menschen mit besonders hohem Ausgabepotenzial leben. Bei den Bundesländern belegt wie in den Vorjahren Bayern den ersten Platz. So stehen den Bayern 2026 durchschnittlich 33.666 Euro pro Kopf für ihre Ausgaben und zum Sparen zur Verfügung, womit sie knapp 8 Prozent über dem bundesweiten Durchschnitt liegen. Auf dem zweiten Platz folgt Hamburg, das nun das zweite Jahr in Folge vor Baden-Württemberg und mit 33.019 Euro pro Kopf knapp 6 Prozent über dem Durchschnitt liegt. Erfreulicherweise setzt sich der Trend der letzten Jahre, dass die neuen Bundesländer die größten Kaufkraftzuwächse verzeichnen, fort. Diese reichen von einem Plus von 0,5 Indexpunkten in Sachsen bis hin zu 0,9 Indexpunkten in Berlin.

2026 führt erneut der Landkreis Starnberg das Kreisranking an und bleibt damit der unangefochtene Spitzenreiter unter den 400 deutschen Stadt- und Landkreisen. Pro Kopf haben die Starnberger im Schnitt eine Kaufkraft von 42.751 Euro, womit sie 37 Prozent über dem Bundesdurchschnitt liegen. Auf den Rängen zwei und drei folgen wie im Vorjahr der Land- und Stadtkreis München, wobei die beiden sich kaufkrafttechnisch immer weiter annähern.

Größter Gewinner unter allen 400 Kreisen ist der Landkreis Lichtenfels. Mit einer Pro-Kopf-Kaufkraft von 27.926 Euro liegt der oberfränkische Kreis zwar immer noch gut 10 Prozent unter dem bundesweiten Durchschnitt, allerdings konnte er sich im nationalen Vergleich am stärksten verbessern und klettert um 2,6 Indexpunkte nach oben.

Den Bundesdurchschnitt repräsentiert der Stadtkreis Landau in der Pfalz: Dort stehen den Menschen durchschnittlich 31.207 Euro für ihre Ausgaben und zum Sparen zur Verfügung. Den letzten Platz belegt wie in den Vorjahren der Stadtkreis Gelsenkirchen. Mit einer Pro-Kopf-Kaufkraft von 24.538 Euro fällt das verfügbare Nettoeinkommen der Gelsenkirchener mehr als 21 Prozent niedriger aus als das des Durchschnittsbürgers.

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zuletzt editiert am 21. Januar 2026