Die Tierschutzorganisation Peta will am 6. Juni vor der Obi-Zentrale in Wermelskirchen gegen den Verkauf von Kleintieren demonstrieren.
Obi hat wieder Probleme mit Peta. Die Tierschutzorganisation hat für den 6. Juni eine Demonstration vor der Zentrale der Baumarkt-Kette in Wermelskirchen angekündigt, um gegen den Verkauf von Kleintieren in Obi-Filialen zu protestieren. Die Tierschützer werfen dem Unternehmen vor, noch immer nicht aus dem Handel mit Hamster und Co. ausgestiegen zu sein.
Hintergrund: Im Sommer 2015 hatte Peta Missstände in Tierzuchtbetriebe aufgedeckt und unter anderem Obi, aber auch die Hagebau aufgefordert, den Handel mit Kleintieren zu beenden. Obi teilte seinerzeit mit, den Verkauf von Kleintieren in Baumärkten nicht unterstützen. Kleintiere würden nur noch in 15 von Franchisepartnern geführten Märkten in Deutschland verkauft. „Auf Basis der vertraglichen Beziehungen und in einem intensiven Dialog mit unseren Franchisepartnern“ setze man „alles daran, dass unverzüglich auch in den Franchisepartnermärkten keine Kleintiere mehr angeboten werden“.
Inzwischen ist es Obi gelungen, die meisten Franchisepartner vom Verzicht auf den Kleintierverkauf zu überzeugen. Wie das Unternehmen auf Anfrage von baumarktmanager mitteilte, führen derzeit noch neun Märkte „das umstrittene Sortiment“. Dabei handelt es sich nach Unternehmensangaben um die Franchisenehmer Baumarkt Franken GmbH (Standorte in Nürnberg-Leyerst, Schwabach, Fürth, Erlangen-Büche, Erlangen, Nürnberg/Regensburg, Nürnberg) und Wilhelm Felden und Kaiser & Roth KG Handels- GmbH (Standorte in Marburg-Wherda und Fulda).
Obi als Franchisegeber könne den Tierhandel nicht verhindern oder verbieten, stehe aber mit den betreffenden Partnern in Diskussion, „um auch hier den Ausstieg aus dem Handel mit lebenden Tieren zu vollziehen.“
