Einfahrt und Eingangsbereich der Obi-Zentrale in Wermelskirchen
Obi-Zentrale in Wermelskirchen (Quelle: Rudolf Müller Medien)

Handel 2021-12-02T10:33:20.326Z Obi gründet nächste Innovationseinheit

Nach „Obi Next“ kommt jetzt „Squared“: Aufgabe der neuen Einheit ist es, Markttrends zu erforschen, neue Geschäftsmodelle zu entwickeln und neue Kundengruppen zu erschließen. Mit „Squared“ will Obi Start-ups, weitere Partner und Industrie zusammenbringen.

„Im vergangenen Jahr haben wir alle gelernt, dass das Unbekannte die neue Normalität ist – was in der Vergangenheit funktioniert hat, passt nicht zweifelsfrei in die Zukunft“, sagt Obi-Chef Sergio Giroldi. „Unsere neue Abteilung ermöglicht es dem Team, im Kleinen zu handeln und schnell zu lernen: Wir reduzieren die Komplexität und setzen auf schnelle Prototypen. Dadurch minimieren wir die Zeit pro Innovationszyklus und minimieren das finanzielle Gesamtrisiko, gepaart mit einem auf den Kunden zentrierten Ansatz und kommenden Markt- und Megatrends. Unser Ziel für ,Squared‘ ist es, mit der Unit die treibende, kreative Kraft hinter Obi zu werden, die neue Lösungen sowohl innerhalb als auch außerhalb unseres Kerngeschäfts validiert und vorantreibt.“

Chef des 20-köpfigen „Squared“-Teams ist Dennis Hornung. „Ganz gleich, ob es um das digitale Bauen der Zukunft, Urbanisierung, nachhaltige DIY-Lösungen oder einen hybriden Lebensstil geht: Unser Ziel ist es, Millionen von Menschen zu ermöglichen, ihr Leben zu Hause und im Garten auch in Zukunft zu verbessern“, sagt er. Nach „Obi Next“ ist „Squared“, ebenfalls in der Kölner Schanzenstraße angesiedelt, jetzt die nächste Innovationseinheit der Wermelskirchener. Die Unit entwickele „eine Art offenes Innovations-Ökosystem“, so Hornung. „Die Partnerschaft mit Start-ups folgt dabei einem klaren Ablauf: Gemeinsam starten wir ein Pilotprojekt und definieren dazu KPIs. Anschließend wird gemeinsam evaluiert, welche Implementierung für die Skalierung des Pilotprojekts infrage kommt: Investieren wir in das Start-up? Integrieren wir eine eigene Abteilung oder Lösung? Vereinbaren wir eine langfristige Partnerschaft? Vieles ist denkbar.“

Eines der ersten „Squared“-Projekte ist die Pflanzen-Plattform „plants“. Damit „haben wir auf den anhaltenden Cocooning-Trend reagiert. Dabei denken wir holistisch: Wir wollen eine vertikalisierte Home-Gardening-Plattform bauen, welche konsequent einen 360-Grad-Blick auf unseren Kunden zulässt und hochfrequente Anwendungsfälle rund um heimische Pflanzen als Kernstück unseres Ökosystemansatzes versteht“, sagt Hornung. „Dies ist nicht nur bequem, sondern auch digital, womit Obi auf den aufkommenden Direct-to-Consumer-Trend in den jungen Zielgruppen der Millennials und Generation Z reagiert. Die ersten Tests liefen vielversprechend, sodass ,plants‘ nun in eine erste Pilotierung gehen soll.“

zuletzt editiert am 02. Dezember 2021