Nach Angaben der Konzernmutter Tengelmann hat der deutsche Marktführer im Handel mit Heimwerker- und Gartenprodukten im vergangenen Jahr von einer „Sonderkonjunktur im Do-it-yourself-Bereich“ profitiert. Die Umsätze stiegen im Vorjahresvergleich um 6,8 Prozent.
Neben hervorragenden Geschäften in Deutschland haben laut Tengelmann auch die Auslandsmärkte in Österreich, Polen, Schweiz, Tschechien und Ungarn wesentlich zur positiven Umsatzentwicklung von Obi im vergangenen Jahr beigetragen. Das Unternehmen war mit 670 Baumärkten (inklusive Betriebe der Franchisepartner) in zwölf Ländern aktiv. Obi habe 2020 „ein deutlich positives Ergebnis“ erzielt, teilte Tengelmann ohne Angabe einer konkreten Zahl mit.
Mal wieder ohne Franchise-Umsätze
Beim Vergleich der von Tengelmann für 2019 und 2020 gemeldeten Obi-Umsätze fällt auf, dass der Wert 2019 (6,8 Milliarden Euro) über dem Wert für das vergangene Jahr (6,2 Milliarden Euro) liegt. Grund dafür ist der Umsatz der Obi-Franchisepartner, den Tengelmann beim Jahresabschluss 2019 zu den Filialumsätzen hinzu addiert hatte. Diesmal entschied sich das Unternehmen dazu, ausschließlich die Umsätze der zentral geführten Obi-Märkte anzugeben.
Demzufolge hatte Obi ohne Berücksichtigung der Franchisemärkte 2019 rund 5,78 Milliarden Euro umgesetzt. Das wiederum bedeutet, dass die Franchisepartner im vorvergangenen Jahr gut eine Milliarde Umsatz erzielt hatten.
Dem Vernehmen nach hat sich Tengelmann nunmehr dazu entschlossen, in Zukunft ausschließlich die Umsätze der Filialbetriebe (exklusive Franchisemärkte) zu kommunizieren.
