Obi Einkaufswagen
2017 lief in Deutschland nicht gut für Obi. (Quelle: Redaktion)

Handel 2018-08-07T00:00:00Z Obi steigert Umsatz 2017 um 1,7 Prozent

Tengelmann hat Zahlen für das Geschäftsjahr 2017 vorgelegt. Das DIY-Tochterunternehmen Obi hat demnach im vergangenen Jahr seinen Umsatz auf 6,18 Milliarden Euro gesteigert. In Deutschland sanken die Erlöse um 1,9 Prozent.

In Deutschland ist das Geschäft für Obi im vergangenen Jahr nicht zufriedenstellend gelaufen. Wie der Tengelmann-Konzern heute mitteilte, sanken die Umsatzerlöse von Obi in Deutschland um 1,9 Prozent auf rund 3,13 Milliarden Euro. Im Ausland hingegen wuchs der Umsatz um 5,6 Prozent auf rund 3,01 Milliarden Euro. Unter dem Strich erzielte Obi im vergangenen Jahr im In- und Ausland Umsätze in Höhe von rund 6,18 Milliarden Euro (+1,7 Prozent). Die Umsätze der Franchisepartner sind in diesen Zahlen nicht berücksichtigt. Obi betrieb Ende 2017 mit 45.183 Mitarbeitern 655 Märkte in elf Ländern, darunter 352 Standorte in Deutschland.     

„Das übergeordnete strategische Ziel von Obi ist und bleibt die nachhaltige Marktführerschaft in den Regionen, in denen unser Baumarktunternehmen aktiv ist“, schreibt Tengelmann-Chef Christian Haub im aktuellen Geschäftsbericht. Der Fokus liege auch auf der stetigen Weiterentwicklung des Geschäftsmodells in Richtung des führenden Cross-Channel-Lösungsanbieters im Home-Improvement-Markt.

Im Geschäftsbericht geht Christian Haub auch auf den Tod seines Vaters Erivan Haub im März dieses Jahres ein sowie auf das Verschwinden seines Bruders Karl-Erivan W. Haub, der im April von einer Skitour im Matterhorn-Gebiet nicht zurückkehrte. Inzwischen gingen Rettungskräfte und Angehörige davon aus, dass er Karl-Erivan W. Haub tödlich verunglückt sei.

Tengelmann „grundsolide und zukunftsfähig aufgestellt“

Infolgedessen hatte Christian W. E. Haub – bisher Co-CEO gemeinsam mit seinem ältesten Bruder – am 17. April 2018 die alleinige Geschäftsführung der Unternehmensgruppe Tengelmann übernommen. „Der Verlust meines Bruders ist für unsere Familie eine schmerzliche Tragödie. Aber sie gefährdet nicht unser Familienunternehmen“, so Haub. „Seit wir die Geschäftsführung von unserem Vater übernommen haben, haben Karl-Erivan und ich eng zusammengearbeitet und alle wesentlichen Entscheidungen gemeinsam getroffen. Es ist uns in dieser Zeit gelungen, das Unternehmen durch einen umfassenden Transformationsprozess zu führen, sodass es heute grundsolide und zukunftsfähig aufgestellt ist. Ich werde in diesem Sinne weiterhandeln, um unser 151 Jahre altes Familienunternehmen zu gegebener Zeit an die nächste Generation übergeben zu können.“

Die Tengelmann-Gruppe, zu der neben Obi unter anderem auch die Einzelhändler Kik und Tedi gehören, hat das Geschäftsjahr 2017 den Angaben zufolge mit einem konsolidierten Nettoumsatz von rund 7,5 Milliarden Euro abgeschlossen (+3,8 Prozent).

zuletzt editiert am 25. Juni 2021