Mit der Übernahme von Baumax hat sich Obi zur Nummer Eins der DIY-Handelsszene in Österreich aufgeschwungen. Insgesamt haben die Wermelskirchener 68 Märkte übernommen. 49 davon agieren in Österreich. Das Ganze hat offenbar viel Geld gekostet.
Investitionen wie Marktausstattung, Anpassungen der Bauten und Werbung hätten Obi nach einer Meldung der „Wiener Zeitung“ vom 6. Dezember 2016 bisher 58,4 Mio. Euro gekostet. Um die Integration der Standorte zu finanzieren musste die deutsche Muttergesellschaft laut Zeitungsbericht 100 Mio. Euro zuschießen. Die österreichische Tochter Obi Bau- und Heimwerkermärkte Systemzentrale GmbH habe nach einem Plus von einer Mio. Euro 2014 im vergangenen Jahr einen Jahresverlust von 50,9 Mio. Euro zu verzeichnen gehabt. Der Umsatz stieg 2015 um 19 Prozent auf 114,2 Mio. Euro. Die ehemaligen Baumax-Märkte trugen bereits im Monat ihrer Eröffnung im Dezember 2015 18 Mio. Euro zu diesem Ergebnis bei. Auch der zweite österreichische Ableger „Obi Markt GmbH“ erhöhte seinen Umsatz 2015 um 3,5 Prozent auf 75,5 Mio. Euro. Der Jahresgewinn lag nach einem Minus von 2,6 Mio. im Vorjahr bei 2,1 Mio. Euro. Mit beiden Ablegern zusammen erwirtschaftete Obi 2015 in Österreich einen Netto-Umsatz von 190 Mio. Euro. Da die Umsätze der bestehenden Obi-Märkte leicht zurückgingen, hätte Obi ohne den Zukauf in Austria Marktanteile verloren, schreibt die „Wiener Zeitung“ abschließend. Für den Betrieb der neuen Märkte übernahm der deutsche Branchenführer rd. 2.400 Baumax-Mitarbeiter.
