Zwei Menschen mit Kartons über den Köpfen (Quelle: Pexels/Karolina Grabowska)
Immer mehr versendete Pakete bedeuten immer mehr potenziellen Verpackungsmüll. (Quelle: Pexels/Karolina Grabowska)

Handel

18. November 2021 | Teilen auf:

Onlinehändler wollen nachhaltige Verpackungen

Nachhaltigkeit gewinnt laut einer EHI-Studie im Versand- und Retourenmanagement immer mehr an Relevanz. Onlinehändler sehen die größten Optimierungsmöglichkeiten bei nachhaltigeren Versandverpackungen.

In der Studie „Versand- und Retourenmanagement im E-Commerce 2021“ geben mit 24 Prozent die meisten Befragten an, dass die Nachhaltigkeit der Verpackungen die dringendste Optimierungsmaßnahme darstellt. „Dennoch spielen für Onlinehändler ökologische Kriterien wie Nachhaltigkeit generell oder die Wiederverwendbarkeit von Retouren noch nicht die Rolle, die man vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussionen erwarten könnte“, sagt EHI-Experte Thomas Kempcke.

Neben dem generellen Fokus auf Nachhaltigkeit legen die Befragten bei Verpackungen Wert auf ein optimales Größenverhältnis (20 Prozent), einen optimalen Materialeinsatz (17 Prozent) sowie der Vermeidung von Füllmaterial (15 Prozent). Die Wiederverwendbarkeit von Verpackungen beziehungsweise den Einsatz von Mehrwegverpackungen erachten nur 10 Prozent der Onlinehändler als aktuelle Optimierungsmaßnahme.

Retournierte Artikel bleiben häufig A-Ware

Gut die Hälfte der Befragten (53 Prozent) ist in der Lage, mindestens zwei Drittel der retournierten Artikel wieder als A-Ware zu verkaufen. Besonders hoch ist der Anteil bei Händlern aus den mengenmäßig stark von Retouren geprägten Bereichen Fashion und Accessoires sowie Sport und Freizeit. Wenn ein gewisser Anteil der Retouren nicht als A-Ware wieder verkauft werden kann, hat dies unterschiedliche Gründe. Für fast zwei Drittel der befragten Onlinehändler (62 Prozent) besteht die Ursache darin, dass die jeweiligen Artikel in der Qualität so sehr beeinträchtigt sind, dass die Aufbereitung nicht möglich oder zu aufwändig ist. Alle weiteren Gründe wie Gebrauchsspuren (24 Prozent), begrenzte Haltbarkeiten oder Hygieneanforderungen (je 18 Prozent) fallen deutlich ab.

zuletzt editiert am 18.11.2021