Der Brutto-Umsatz mit Waren im E-Commerce ist 2021 im Vorjahresvergleich um 19 Prozent auf 99,1 Milliarden Euro angewachsen. Wie der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland meldet, wurden 40,2 Prozent des Umsatzes über mobile Endgeräte erwirtschaftet.
Jeder siebte Euro, den die Menschen in Deutschland im vergangenen Jahr für Lebensmittel, Elektronik, Möbel und Bekleidung ausgaben, landete in den Kassen des Onlinehandels. Lässt man Lebensmittel beiseite, so sicherten sich die Unternhemen sogar ein Fünftel des Geldes, wie der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland (bevh) mitteilte. Inklusive der digitalen Dienstleistungen, die nochmals leicht auf rund 8 Milliarden Euro zurückgingen, betrug das Brutto-Gesamtvolumen des E-Commerce in Deutschland 2021 mehr als 107 Milliarden Euro.
„E-Commerce wird immer mehr als das Normale und Übliche empfunden. Sein Wachstum stabilisiert sich auf hohem Niveau“, sagt Verbandspräsident Gero Furchheim. Im Ausnahmezustand der Pandemie vermittele der digitale Handel mit der sicheren Warenversorgung ein Stück Normalität. „Handel ohne E-Commerce ist schon jetzt nicht mehr denkbar, weder für die Konsumenten noch für die Händler.“
Die alte Regel, dass der Onlinehandel vor allem von Jüngeren genutzt werde, gelte seit Pandemiebeginn nicht mehr. Käufer ab 50 Jahren seien 2021 für mindestens die Hälfte alle Einkäufe im Internet verantwortlich gewesen, berichtet der Verband. Der Anteil „zufriedener“ und „sehr zufriedener“ Onlinekäufer habe mit 96,3 Prozent einen Rekordwert erreicht.
Die Branchenvertretung erwartet in diesem Jahr eine Fortsetzung des Booms. Der Verband geht davon aus, dass die Umsätze mit Waren um weitere 12 Prozent auf mehr als 110 Milliarden Euro wachsen. Auch in den Jahren danach rechnet die Branche mit Wachstumsraten jenseits 10 Prozent.
