Risikomanagement im Onlinehandel – Schützen Sie sich vor Betrug und Forderungsausfällen
Bisher kannte der Onlinehandel nur Wachstum, jetzt ist der Umsatz rückläufig. (Quelle: Pixabay)

Handel 2023-12-07T14:33:00.665Z Weihnachtsgeschäft: Onlinehandel schwächelt, „DIY + Blumen“ mit zweistelligem Minus

Die Deutschen geben dieses Jahr zu Weihnachten erneut weniger im Internet aus als im Vorjahr, daran ändern auch starke Verkäufe in der „Black Week“ wenig. Unter dem Strich lagen die Gesamtumsätze mit Warenbestellungen von Anfang Oktober bis Ende November (nicht preisbereinigt) über alle Branchen - 7,7 Prozent niedriger, teilt der Bundesverband E-Commerce und Versandhandel Deutschland (BEVH) mit.

Zwar falle die Konsumbereitschaft zum Fest damit nicht so schlecht aus, wie mit Blick auf den bisherigen Jahresverlauf zu erwarten war. Das von Januar bis zum Cyber-Weekend aufgelaufene Umsatzminus liege jedoch bei 12,5 Prozent und deute für das Gesamtjahr auf eine noch schlechtere Umsatzentwicklung hin als im schwierigen Jahr zuvor, so der Verband.

„Einerseits ist die Konsumlaune im Weihnachtsgeschäft des Onlinehandels zurückgekehrt“, erklärt Martin Groß-Albenhausen, Stellvertretender Hauptgeschäftsführer beim BEVH die Situation. „Andererseits haben die Verbraucher sich noch im Oktober zurückgehalten und dann bei stark rabattierten Produkten zugegriffen. Selbst hohe Bestellzahlen führen dann unterm Strich immer noch nicht zu realem Wachstum.“

DIY + Blumen mit starkem Umsatzrückgang

In sämtlichen Warensegmenten wird vor Weihnachten weniger online bestellt als im Vorjahreszeitraum (Oktober + November), allerdings zeigen sich im Branchenvergleich deutliche Unterschiede. Während in den Clustern Bekleidung (inkl. Schuhhändler) und Unterhaltung (inkl. Elektronikartikel) das Umsatzminus mit - 4,1 bzw. - 8,0 Prozent zu den Vorquartalen „nur“ einstellig ausfiel, verbucht das Cluster Freizeit satte 14,8 Prozent Minus. Im Warensegment „DIY+Blumen“, das zum Cluster Freizeit gehört, lag der Rückgang gar bei 17,9 Prozent.

Marktplätze koppeln sich ab

Auf der Suche nach Geschenkideen und Preisnachlässen zur Black Week wurden die Menschen laut BEVH auffällig oft auf Marktplätzen fündig. Deren Umsätze erreichten von Anfang Oktober bis zum Cyber Monday mit - 1,7 Prozent fast das Volumen des Vorjahreszeitraums (der darüber hinaus einen Umsatztag mehr umfasste). Weniger negativ zeigt sich die Geschäftslage auch bei Herstellerversendern (Direct-to-Consumer) und Mulitchannel-Händlern, die zum Jahresende „nur“ auf ein Minus von - 4,1 Prozent und - 12,0 Prozent kommen. Überhaupt keinen positiven Effekt hatte die Black Week hingegen für Onlinehändler mit eigenem Shop (Pureplayer, Versandapotheken, Shoppingclubs), die mit - 16,4 Prozent ähnlich schlecht abschneiden wie in den drei Quartalen davor, so der Bundesverband.

zuletzt editiert am 07. Dezember 2023
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