Glückliche Frau kauft im Onlinehandel ein. (Quelle: Pexels/ Andrea Piacquadio)
Wer online kauft, liest vorher gerne Bewertungen anderer Kunden. (Quelle: Pexels/ Andrea Piacquadio)

Handel

16. December 2021 | Teilen auf:

Onlineshopper achten auf gute Bewertungen

Kundenbewertungen sind die wichtigsten Informationsquellen beim Einkaufen im Internet, zeigt eine aktuelle Studie des Digitalverbandes Bitkom. Auf dem zweiten Platz folgen die Webseiten der Händler und Hersteller.

Mehr als die Hälfte (54 Prozent) der von Bitkom befragten Onlineshopper gibt an, sich Rezensionen anzuschauen, bevor sie ein Produkt im Internet kaufen. Frauen (59 Prozent) verlassen sich dabei noch mehr auf die Erfahrungen anderer als Männer (50 Prozent). Auf der Website der Händler und Hersteller informieren sich hingegen eher Männer (48 Prozent) als Frauen (39 Prozent) – im Durchschnitt sind es 44 Prozent. Auf Rang drei der meistgenutzten Informationsquellen beim Kauf im Web stehen Preisvergleichsseiten (42 Prozent), an vierter Stelle (39 Prozent) Gespräche mit Freunden, Familie und Bekannten.

„Beim Onlinekauf verlassen sich die Menschen vor allem auf die Erfahrung und Meinung anderer. Transparente, nachvollziehbare und unabhängige Bewertungen tragen ganz maßgeblich zum Vertrauen in den Onlinehandel bei“, sagt Bitkom-Hauptgeschäftsführer Dr. Bernhard Rohleder. „Davon profitieren die Kundinnen und Kunden, aber auch die Händler und Plattformen: Wer viele gute unabhängige Bewertungen erhält, macht sich für neue Käufergruppen attraktiv und kann so die Qualität seiner Angebote erfolgreicher nachweisen als durch professionelle Werbung.“

Aus dem Internet in den Laden um die Ecke

Eine wichtige Entscheidungshilfe sind laut Verband auch sogenannte Testaggregatoren, also Onlineseiten, die Ergebnisse verschiedener Produkttests miteinander vergleichen: 36 Prozent nutzen solche Webseiten. Etwas weniger (32 Prozent) ziehen Testberichte in TV-, Online- oder Printmedien heran. Jeder Sechste (17 Prozent) nutzt soziale Netzwerke. Lediglich 11 Prozent informieren sich im Geschäft vor Ort, bevor sie online die Produkte kaufen. „Die landläufige Meinung, wonach der Händler vor Ort den Beratungsaufwand hat und der Onlineshop den Umsatz macht, ist falsch. Sehr viel häufiger werden Kundinnen und Kunden aus dem Internet in den Laden um die Ecke geführt als umgekehrt“, meint Rohleder.

zuletzt editiert am 16.12.2021