Der Firmengründer der Hornbach Bau- und Gartenmärkte und Pionier der Baumarktbranche Otmar Hornbach ist am vergangenen Samstag im Alter von 84 Jahren gestorben. Ein langes, erfolgreiches und erfülltes Leben als Unternehmer ist zu Ende.
Als Otmar Hornbach 1968 den ersten kombinierten Bau- und Gartenmarkt in Bornheim bei Landau eröffnete, war völlig ungewiss, ob sich aus dieser Pionier-Tat eine Zukunft bauen ließe. Aber aus dieser Keimzelle ist in 46 Jahren ein internationales Unternehmen gewachsen mit heute 144 Filialen, 27 Baustoffniederlassungen und mehr als 16.000 Mitarbeitern, die im Konzern zuletzt einen Umsatz von über 3,4 Mrd. Euro erwirtschaftet haben.
Unternehmerischer Weitblick
Visionen, Mut und Geschick prägten Otmar Hornbachs unternehmerisches Handeln. Dazu zählte zum einen die Einführung der Großflächenmärkte mit Lagerhaus-Charakter. Vor allem aber wurde der Gang an die Börse 1987 (Hornbach Holding AG) ein Meilenstein und Wegweiser in die Zukunft. Für ein Familienunternehmen des Einzelhandels war dies ein unüblicher Schritt. Er sicherte aber Bestand und Wachstum des Unternehmens, zumal ab dem zweiten Börsengang 1993 (Hornbach-Baumarkt-AG) das Expansionstempo außerordentlich anzog. Als nächster Meilenstein folgte 1996 der Schritt ins Ausland. Otmar Hornbach ging diesen Weg mit Augenmaß und konzentrierte sich auf Europa.
Zahlreiche Ehrungen
Neben seiner unternehmerischen Tätigkeit übernahm Otmar Hornbach zahlreiche Ehrenämter, so als Vorsitzender des Handelsausschusses und als Vizepräsident der IHK Pfalz sowie als Mitglied des DIHK-Handelsausschusses. Dafür wurde ihm 1999 das Bundesverdienstkreuz verliehen. Überdies erhielt er 2007 die höchste Auszeichnung, die der Handelsverband Bauen, Heimwerken und Garten e.V. (BHB) zu vergeben hat, den „DIY-Lifetime Award“ für seine Leistung als einer der wichtigsten Wegbereiter in der Gründungsphase der Baumarktbranche.
Für die Hornbach-Gruppe geht mit dem Tod des Unternehmensgründers eine Epoche zu Ende. Die Trauer unter denen, die ihn gekannt und noch mit ihm gearbeitet haben, ist groß. Die vielen Erzählungen über die Begegnung mit „OH“ werden das Andenken an ihn hochhalten.
