Eine Frau in einer Fabrikhalle steht hinter einer Maschine, umgeben von Metallstrukturen und Schließfächern im Hintergrund.
Mitarbeiterin bei der Nachkontrolle an der modernen Parkett-Produktionsstrasse. (Quelle: Hamberger Flooring)

Industrie 2024-11-18T07:41:52.884Z Parkettproduktion: Hamberger investiert am Standort Rosenheim

Der Parketthersteller mti langer Tradition hat zuletzt am Unternehmensstandort Rosenheim mehrere Millionen Euro in die Produktion investiert. Nun steht dort eine der modernsten Parkett-Produktionstrassen in Europa, die hochwertiges Parkett für den Weltmarkt herstellt. Wie der Hersteller in einer Mitteilung erklärt ist Made in Germany nicht nur ein Label, sondern ein Bekenntnis zu Qualität und zum Standort Deutschland: Know-how und Erfahrung der Mitarbeitenden aber auch Ressourcenschonung und Nachhaltigkeit spielen dabei die zentrale Rolle.

„Traditionell gewachsene Produktionsstrukturen haben den Vorteil, sich stetig weitere zu entwickeln und zu verbessern“, wird Gerold Schmidt, Geschäftsführer bei Hamberger in der Mitteilung zitieret. Allerdings werden dadurch Abläufe nicht wie bei neuen Produktionen am „Green Field“ mit kurzen fließenden Fertigungsabläufe geplant. „Darum haben wir begonnen eine grundlegende Neuausrichtung unserer Produktion zu planen.“ Die Rosenheimer haben nach eigenen Angaben eifrig investiert: In neue Maschinen, Werkzeuge und Software mit modernster KI-Steuerung, in zeitgemäße Fertigungsprozesse und optimierte Arbeitsabläufe mit Pufferzonen. „Wir haben jetzt an unserem Produktionsstandort Rosenheim alle Arbeitsschritte unter zwei Dächern vereint, was uns schneller, flexibler und vor allem noch leistungsfähiger macht", so Schmidt weiter.

Bei der Planung der Produktion wurden laut Konzernangaben alle Arbeitsschritte geprüft, neu organisiert und teilweise mit Hilfe künstlicher Intelligenz sogar lernfähig gemacht. Ein Beispiel sind die neuen Schleif- und Spachtelroboter, die Hamberger zusammen mit einem deutschen Maschinenbauer entwickelt hat. Astlöcher und natürliche Risse im Holz werden mit Scannern erfasst, vermessen und maschinell gefräst, in einem weiteren Schritt gramm- und millimetergenau mit Spachtelmasse gefüllt und verschliffen. Das sei effizient, sauber und nachhaltig, da weniger Material verbraucht wird, heißt es. Auch der Zuschnitt der Echtholzdecklamellen nach dem Trocknen erfolgt KI-gestützt. Für jedes Brett wird digital die ideale Schablone erstellt, so gibt es weniger Verschnitt was wesentlich zur Ressourcenschonung beiträgt. Alle Maschinen sammeln darüber hinaus täglich Daten, die bei der Programmierung genutzt werden können. Je länger ein Roboter also läuft, desto einfacher wird die Programmierung durch den Menschen, teilt das Unternehmen mit.

zuletzt editiert am 18. November 2024
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