Holzbearbeitung mit einer Säge
Holz war 2021 deutlich teurer als in den Vorjahren. (Quelle: Pexels/Ono Kosuki)

Handel 2022-02-17T08:28:46.397Z Preisrallye sorgt für deutliches Umsatzplus im Holzhandel

Wie der Gesamtverband Deutscher Holzhandel berichtet, sind die Umsätze der Branche 2021 im Vorjahresvergleich um rund 16 Prozent gestiegen. Besonders stark war das Wachstum in den Warengruppen Schnittholz, Hobelwaren und Holzwerkstoffe mit einem Plus von jeweils mehr als 20 Prozent.

Die überwiegende Mehrheit der Teilnehmer am monatlichen Betriebsvergleich des Gesamtverbandes Deutscher Holzhandel (GD Holz) gibt an, dass die starken Umsatzzuwächse im vergangenen Jahr durch erhebliche Preiswirkungen erzielt worden sind, nur in geringem Umfang durch mehr Absatz. Sortimente, die nicht so stark vom Preisboom betroffen waren, liegen demnach in etwa auf Vorjahresniveau oder leicht darunter, etwa Fußböden mit einem Minus von 2 Prozent. „Holz im Garten“ legte hingegen im Gesamtjahresdurchschnitt um 2,4 Prozent zu.

Deutliche Unterschiede zeigt die Entwicklung in den unterschiedlichen Vertriebswege. Die Umsätze im Holzgroßhandel sind laut GD Holz 2021 um 18 Prozent stark angestiegen, während die Erlöse im Holzeinzelhandel um 7 Prozent sanken. Allerdings hatte der Holzeinzelhandel 2020 mit einem Plus von 20 Prozent stark zugelegt.

Kein einheitliches Bild hinsichtlich der Handelsspanne

Die sehr gute Umsatzentwicklung nach dem Betriebsvergleich sorgte nicht für eine einheitlich höhere Entwicklung der Betriebshandelsspanne im vergangenen Jahr: Jeweils ein Drittel der Teilnehmer bezeichnen die Entwicklung der Handelsspanne als höher, gleichbleibend oder sogar geringer werdend.

Die Erwartungen der Teilnehmer am Betriebsvergleich bezüglich der Umsatzentwicklung im ersten Quartal 2022 sind im Großhandel verhalten optimistisch, wobei die Mehrzahl einen Umsatz auf Vorjahresniveau erwartet. Ein ähnliches Bild ergibt sich für den Holzeinzelhandel, hier erwarten allerdings 20 Prozent der Befragten einen geringeren Umsatz als im ersten Quartal 2021.

Beschaffungsfragen bleiben nach Einschätzung der Branchenvertretung „auch in diesem Jahr ein wichtiges Thema, ebenso wie politische Rahmenbedingungen und mögliche Einschränkungen“. Große Chancen sieht der GD Holz weiterhin für den Holzbau und den Trend zu Sanierung und Renovierung mit Holzprodukten.

zuletzt editiert am 17. Februar 2022
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