Ein Diagramm zeigt die Nutzung von gedruckten und digitalen Werbekanälen. Die Mehrheit der Befragten prüft Angebote in digitalen Prospekten nach gedruckten Informationen.
Kombination gedruckter und digitaler Werbekanäle (Quelle: Prospektmonitor, IFH Media Analytics 2024)

Handel 2024-11-12T07:58:06.247Z Prospektmonitor: Bei der Vernetzung von Print und Digital ist noch Luft nach oben

Der Prospektmonitor von IFH Media Analytics, der die Rezeptionsweisen von Prospekten analysiert, zeigt, dass Printmedien weiterhin führend sind, Anbieter-Apps und Social Media sind unter den digitalen Kanälen auf dem Vormarsch. Und die Verknüpfung von Print und Digital via QR-Code wird kaum genutzt. Ein weiteres Ergebnis: Schnäppchen geben Konsumentinnen und Konsumenten ein Gefühl von Zufriedenheit, Kontrolle und Erfolg.

Wenngleich die Konsumlaune in Deutschland langsam wieder steigt  und der Preisfokus etwas in den Hintergrund rückt, erfreuen sich Prospekte zur  Angebotskommunikation weiterhin großer Beliebtheit. Gedruckte Prospekte aus kostenlosen  Wochenzeitungen und Anzeigenblättern behaupten sich trotz des digitalen Wandels als beliebtestes  Medium (65 % wöchentliche Nutzung). Eine deutliche Steigerung verzeichnet die wöchentliche  Nutzung von Anbieter-Apps (58 % vs. Frühjahr 2024: 35 %), auf Platz 2 folgen die digitalen  Prospekte (41 %). Insgesamt gewinnen digitale Medien zunehmend an Relevanz, wobei die meisten  Befragten sie ergänzend zu Printkanälen nutzen (32 % lesen zeitgleich gedruckte und digitale  Prospekte). Diese und weitere Ergebnisse rund um Nutzungsweisen und -motive von Angebotskommunikation liefert der neue Prospektmonitor von IFH Media Analytics, der die  Perspektive von Marketingexperten und Verbrauchern gegenüberstellt.

QR-Code: Gern eingesetzt, kaum genutzt

Während Online-Prospekte sich aus Konsumentensicht besonders gut für eine gezielte Suche eignen, werden Printmedien eher zur Information und zum Zeitvertreib genutzt und dienen oft als Inspirationsquelle. QR-Codes zum Wechsel zwischen gedruckten und digitalen Prospekten werden konsumentenseitig kaum genutzt (14 %). Trotz der geringen Nutzung setzt mehr als die Hälfte der Händler (54 %) QR-Codes ein, weitere 21 Prozent planen dies künftig in ihren Printprodukten. Sie nutzen QR-Codes vor allem, um auf eine Landingpage (69 %) oder die Newsletter-Anmeldung (42 %) zu verlinken.

Konsumenten geben an, dass die Rezeption von Prospekten ihnen hilft, ihre verfügbare Zeit effizient zu nutzen (88 %), den Alltag zu strukturieren (86 %) und die Planung der Einkäufe ihnen ein Gefühl von Kontrolle über das eigene Leben gibt (85 %). Auch in Bezug auf das Thema Preissteigerungen empfindet knapp die Hälfte der Konsument:innen (48 %), dass Prospekte als ein Stück Sicherheit geben. Wird ein gutes Schnäppchen gefunden, ist dies für Konsument:innen nicht nur praktisch, sondern auch emotional wertvoll: 92 Prozent erleben durch ein klassisches Schnäppchen Freude und Zufriedenheit im Alltag, 67 Prozent sind stolz darauf, ein gutes Geschäft gemacht zu haben und 59 Prozent verspüren ein Gefühl von Erfolg.

Ausgewogener Einsatz von Werbemitteln

Die anhaltend hohe Relevanz von Angebotskommunikation spiegelt sich auch in der positiven Budget-Tendenz der Händler wider: 39 Prozent geben an, dass ihr Budget für den Bereich in den letzten zwei Jahren größer geworden ist. Insgesamt wurde seit 2022 mehr in digitale Werbemittel investiert (69 %), die Hälfte der Befragten setzt allerdings weiterhin auf einen ausgewogenen Mix zwischen Digital- und Printwerbung. Spitzenreiter unter den digitalen Medien ist Social Media: Mehr als drei Viertel der Unternehmen (78 %) werben über diesen Kanal.

zuletzt editiert am 12. November 2024
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