Marketmedia24 Sanitär 2017
Handwerk hat mit 41% den größten Marktanteil vor den Baumärkten (20%). Direktvertrieb/Distanzhandel mit dem größten Umsatzsprung seit 2013 (+23,4%). (Quelle: Marketmedia24)

Branche 2017-11-20T00:00:00Z Sanitärbranche verzeichnet Umsatzplus

Die Kölner Agentur Marketmedia24 hat in einer Studie die Markt- und Vertriebsdaten der deutschen Bad- und Sanitärbranche zusammengetragen. Die Baumärkte sind zweitstärkster Vertriebskanal, Direktvertrieb/Distanzhandel verzeichnet den stärksten Zuwachs.

Der deutsche Markt für Bad- und Sanitärartikel freut sich jüngsten Hochrechnungen von Marketmedia24 zufolge auch 2017 erneut über ein Umsatzplus. Vor allem der Wohnungsbau ist ein wichtiger Marktmotor, der die Pro-Kopf-Ausgabe der Deutschen auf fast 110 Euro steigen ließ. Allerdings reicht diese Konsumausgabe nicht für überproportionale Umsatzsteigerungen bei den Vertriebswegen mit den größten Marktanteilen (Handwerk/Bau- und Heimwerkermärkte). Vielmehr sind es der Möbelhandel sowie Direktvertrieb und Distanzhandel, die das Jahr 2017 mit einer schwarzen drei vor dem Komma beenden werden.

Auffallend ist außerdem: Die volle Bandbreite der Wünsche weckenden Optionen erschließt sich den Konsumenten nur bei intensiverer Recherche. In der Tat könnten wesentlich mehr und hochwertigere Kaufimpulse ausgelöst werden, wissen auch die Branchenverbände, die sich mit Blick auf die weitere Zukunft für mehr Show und Schulung aussprechen.

Derweil herrscht allein aufgrund der anhaltend positiven Wohnungsbauperspektiven fundierter Optimismus in der Branche. Schließlich wird in Deutschland gebaut wie lange nicht mehr. Und im Vergleich zu 2013 hat das Marktvolumen des deutschen Bad- und Sanitärmarktes 2017 um knapp 12 Prozent zugelegt. Umsatz-Spitzenreiter sind dabei Badewannen, Duschen, Waschbecken und WC-Ausstattungen aus Kunststoff, die gegenüber 2016 um fast 10 Prozent zulegten. Auch die Kurzfristprognose von Marketmedia24 schreibt die positive Entwicklung fast aller Warengruppen in 2018 und 2019 noch deutlicher fort.

Gute Aussichten und volle Auftragsbücher können allerdings auch träge machen. Darauf deutete zum Beispiel erneut das schwache Interesse der Branchenbetriebe hin, sich an der gemeinsamen Verbraucherinitiative zu beteiligen. Dabei liegen seit mehr als 30 Jahren noch immer über zwei Millionen Bäder sozusagen brach. Umsatzpotenzial, das aktiv erschlossen werden will. Das gelingt den angestammten Vertriebswegen in unterschiedlichem Maß. Mangelnde Abschlussquoten ermittelte eine Forsa-Umfrage zum Beispiel für die Baumärkte, während die Marktanteile des Facheinzelhandels seit 2013 Jahr für Jahr sinken.

Die übrigen stationären Wettbewerber haben das Fürchten jedoch noch nicht gelernt. Schließlich hat der Online-Tsunami in dieser Branche gerade mal die 10-Prozentmarke hinter sich gelassen. Allerdings nimmt die Dynamik dieser Marktteilnehmer zu, warnen die Marktforscher in Köln.

Die vollständigen Ergebnisse (kostenpflichtig!)sind veröffentlicht im neuen „Branchen-SPIEGEL Wohnbäder 2018“, zu beziehen unter studien@marketmedia24.de oder sie steht zum direkten Download im Studien-Shop unter http://shop.marketmedia24.de bereit.

zuletzt editiert am 25. Juni 2021
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