Self-Checkout-Systeme haben mittlerweile Marktreife erreicht. Im deutschen Einzelhandel werden die Kassensysteme noch selten eingesetzt, ganz im Gegensatz zu vielen anderen europäischen Ländern.
In den Niederlande, Frankreich, Skandinavien oder Großbritannien gehört ein solcher Service fast zu Normalität. In Deutschland aber finden sich bundesweit 300 bis 310 Geschäfte die stationäre SB-Kassen und nur rund 25 Geschäfte, die mobiles Self-Scanning anbieten. An der Kundenakzeptanz liegt das weniger, wie die EHI Kunden Befragung zu „Self-Scanning-Systems“ zeigt.
99 Prozent der befragten Nutzer von Self-Scanning-Systems gaben an, dass sie zufrieden mit dem Service sind, davon 70 sogar sehr. Daher sind die Nutzer der Self-Scanning-Systems sehr loyal: 61 Prozent von ihnen nutzen diesen Service immer und 36 Prozent häufig. Die größte Gruppe der Self-Scanning-Fans sind die 30 bis 39-Jährigen, knapp zwei Drittel von ihnen gehören zu den immer oder häufigeren Nutzern, so die EHI. Kartenzahler haben grundsätzlich eine höhere Affinität zu Self-Scanning-Systemen als Barzahler.
Bei der Frage nach dem Grund, Self-Scanning-Systeme zu nutzen, antworteten 96 Prozent, dass sie den Komfort schätzen, die Ware an der Kasse nicht noch einmal umpacken zu müssen. Komfort und Zeitersparnis, inklusive der Vermeidung von Wartezeiten an der Kasse, sind daher auch die Top-Motivatoren für Self-Scanning-Nutzer, gefolgt von der Freude am Kennenlernen technischer Innovationen und der Selbstbestimmtheit und der Preiskontrolle während des Kassiervorgangs, so die Ergebnisse der Befragung.
Fast alle Nutzer (98 Prozent) hatten schon einem einen Rescan*, aber nur wenige empfinden dies als störend. 90 Prozent zeigen Verständnis oder fühlen sich nach erfolgreicher Prüfung sogar bestätigt, alles richtig gemacht zu haben. Nur wenige bemängeln den dadurch entstehenden Zeitverlust oder empfinden die Rescans als zu häufig sowie unangenehm, weil ihnen Fehlverhalten unterstellt würde.
Von denjenigen, die Self-Scanning nicht nutzen, geben 35 Prozent die Registrierungspflicht als Störfaktor an un 38 Prozent möchten aus Datenschutzgründen keine persönlichen Angaben machen, so die Befragten.
RescanIn einem sogenannten Rescan wird nach Abschluss des Einkaufs eine kleine Anzahl an Artikeln gegengeprüft. Befinden sich in der Stichprobe Artikel im Einkaufskorb, die nicht auf dem Kassenbon erfasst sind, wird der Inhalt des gesamten Warenkorbs überprüft.
