Soudal-Chef Harald Lüdtke. Quelle: Soudal
Soudal-Chef Harald Lüdtke: „Wir tun alles dafür, um lieferfähig zu bleiben.“ Quelle: Soudal

Industrie

13. October 2021 | Teilen auf:

Soudal meldet „dramatischen Engpass“ bei Silikon

Die internationalen Märkte für Siliziummetall, der Rohstoff für die Herstellung von Silikonprodukten, sind leergefegt. Soudal muss deshalb die Preise deutlich erhöhen. Zudem sei mit Lieferausfällen zu rechnen.

„Wir sind mit einer besorgniserregenden Situation konfrontiert, wie es sie auf dem Silikon-Markt bisher noch nie gab. Wir tun alles dafür, um lieferfähig zu bleiben und diese Krise mit verschiedenen Mitteln zu überbrücken. Dazu zählt neben dem Ausweichen auf Alternativen eine Preiserhöhung bei Silikonen. Sie ist leider unvermeidbar, da die Rohstoffpreise täglich drastisch steigen“, sagt Soudal-Chef Harald Lüdtke.

Vorteil von Soudal in dieser Situation sei die breite Aufstellung und das tiefe Angebotsspektrum. Gebe es Engpässe bei einer Produktgruppe, habe das Unternehmen für seine Kunden „stets sehr gute Alternativen parat“. Lüdtke: „Unser Pluspunkt ist, dass wir im Gegensatz zu anderen Herstellern unseren Kunden alternative Technologien für Silikon anbieten können. Die Koordination der umgeleiteten Mengenströme wird allerdings eine Herausforderung werden.“

Angesichts der Rohstoffknappheit appelliert das Unternehmen, Silikon sparsam einzusetzen und – wo möglich – auf Alternativen auszuweichen. Soudal rät „auch dringend von Hamsterkäufen ab“. Ob und wann sich der Rohstoffmarkt erholen wird, sei momentan nicht abzusehen. Soudal arbeite „an weiteren Alternativ-Technologien, die unabhängiger von Rohstoff-Engpässen machen und sich zugleich als nachhaltig und zukunftsfähig erweisen sollen“.