Mittelalter Mann vor Tisch mit Stihl Motorsäge (Quelle: Stihl)
Stihl Vorstandsvorsitzender Michael Traub (Quelle: Stihl)

Industrie

27. April 2022 | Teilen auf:

Stihl vermeldet Rekordjahr

Das Jahr 2021 hat der Stihl Gruppe einen vierfachen Rekord beschert. Sowohl bei Umsatz, Absatz, Produktion und Beschäftigtenzahl wurden Höchstwerte erzielt. Treiber war auch das Akkugeschäft.

Demnach erzielte die Stihl Gruppe im Geschäftsjahr 2021 einen Rekordumsatz in Höhe von 5,06 Milliarden Euro. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Plus von 10,4 Prozent. Ohne Wechselkurseffekte hätte das Umsatzwachstum 12,3 Prozent betragen. 90 Prozent des Umsatzes erzielte die Unternehmensgruppe im Ausland. Auch die Anzahl der Beschäftigten stieg auf ein Rekordniveau. Zum Stichtag 31. Dezember 2021 arbeiteten weltweit 20.094 Menschen in der Stihl Gruppe, was einem Wachstum von 10,4 Prozent im Vorjahresvergleich entspricht.

Plus auch im deutschen Markt

Im deutschen Markt erzielte Stihl 2021 dank hoher Nachfrage ebenfalls eine Absatz- und Umsatzsteigerung. Das gleiche gilt für den firmeneigenen Online-Shop. Auch das deutsche Stammhaus setzte den Wachstumskurs fort und erzielte mit 1,59 Milliarden Euro einen Umsatzrekord und ein Plus von 15,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Die Zahl der Mitarbeitenden stieg im Vergleich zum Stichtag 31. Dezember um 9,2 Prozent auf 5.748.

Erwartungen übertroffen

„2021 hat unsere Erwartungen übertroffen. Wir haben nicht nur einen Absatz- und Produktionsrekord erreicht, sondern erstmals in unserer 96-jährigen Firmengeschichte die 5-Milliarden-Euro-Umsatzmarke überschritten – trotz der enorm herausfordernden Rahmenbedingungen“, betonte der Stihl Vorstandsvorsitzende Michael Traub bei der Bilanz-Pressekonferenz des Unternehmens am 26. April 2022, die für ihn zugleich die erste in dieser Position war. Obwohl weltweit gestörte Lieferketten sowie gravierende Material-, Kapazitäts- und Personalengpässe die Marktversorgung erheblich erschwerten, habe Stihl durch eine vorausschauende Planung auf Hochtouren produzieren und so die Kundinnen und Kunden bestmöglich beliefern können. In diesem Zusammenhang würdigte Traub auch die Teamleistung der Mitarbeiter.

Akku und Onlinevertrieb im Aufwind

Beflügelt wurde die gute Entwicklung vom Trend, mehr im eigenen Garten und im eigenen Haus zu arbeiten. Zusätzlich hätten zahlreiche Produktneuheiten und günstige Witterungsbedingungen zu einer weltweit positiven Absatzentwicklung beigetragen. Sowohl Consumer- als auch Profiprodukte wurden in allen Regionen stärker nachgefragt. Insgesamt setzte sich dabei der Trend zu Akku-Geräten fort und dies sowohl im Profi- wie auch im Consumer-Segment. Gleichzeitig blieben Benzin-Produkte gefragt. In vielen Märkten hätte Stihl bei intakten weltweiten Lieferketten nach eigener Aussage noch weitaus mehr Geräte verkaufen können. Um der weltweit hohen Nachfrage nachzukommen, lief die Produktion an allen Standorten auf Hochtouren.

Investitionen in Kapazität

Auch investiert wurde 2021 kräftig. Demnach hat die Stihl Gruppe im vergangenen Jahr 331 Millionen Euro in ihre Gesellschaften investiert, 16,9 Prozent mehr als im Vorjahr. Davon entfielen 91,8 Prozent auf die internationalen Produktionsgesellschaften. Die größten Investitionen gingen in die Zylinderfertigung in Brasilien, die dreiteilige Schienenfertigung in den USA, die Kettenproduktion in der Schweiz sowie die Kurbelwellen- und Kunststofffertigung in Deutschland.

zuletzt editiert am 27.04.2022