Auf der gestrigen Store Tour, die traditionell den Auftakt des 10. Global DIY Summit bildet, standen 4 Baumärkte, darunter ein Obi und ein Eataly-Store auf dem Programm.
Die gut besetzte Busflotte des DIY Summit steuerte als erstes den 2020 eröffneten Store von Tecnomat an. Ein Filialist mit 31 Niederlassungen in Italien und einem Sortiment, das von Profis für ihren täglichen Gebrauch verwendet wird. Alles ist simpel und praktisch aufgebaut, sehr übersichtlich gehalten. Das Prinzip: Der Kunde soll alle Produkte auf Anhieb finden. Und was die Weiterentwicklung betrifft setzt man bei Tecnomat ganz auf die Kundschaft selbst, denn „weil sie Profis sind kennen sie sich aus und so lernen wir von ihrer Expertise“, sagt die Marktleiterin im Gespräch mit den Besuchern aus aller Welt.
Der zweite Store auf der Agenda war der 2006 eröffnete Markt von Leroy Merlin, der in Italien 52 Filialen betreibt. Direkt vis-á-vis von Ikea positioniert hat sich Leroy Merlin ganz auf die Bedarfe seiner Kunden eingestellt, die ihre häusliche Umgebung verschönern und modernisieren wollen. Das Prinzip Service wird überall im Markt sichtbar: Viele kleine Beratungsecken, wo die Wünsche der Kunden besprochen und Details entworfen und geplant werden - ein wenig erinnert es im Aufbau an das Ikea-Konzept. Der Markt erstreckt sich über zwei Stockwerke. In der gesamten oberen Etage befindet sich die sehr große Gartenabteilung, in der alles zu haben ist, was für den Gartenliebhaber wichtig ist.

Station Nummer drei war ein Store von Bricofer, der 105 Niederlassungen in Italien unterhält, der Markt in Rom wurde 1994 eröffnet. Dass er schon etwas in die Jahre gekommen ist, wird in vielerlei Hinsicht sicht- und spürbar. Die Sortimente sind eng und unübersichtlich zusammengepfercht, Produkte, die keine logische Verbindung haben, stehen nebeneinander und insgesamt fühlt man sich wie in einem Warenlager. Erfreulich ist, dass es einen Schlüsselservice gibt, der Schlüssel nachmacht. Bricofer punktet auch mit seinen Preisen, das scheint ein klares Ziel des alt eingesessenen Unternehmens zu sein.
Weiter ging's zu Obi, der 2016 in Rom seine Pforten geöffnet hat und insgesamt in Italien 57 Niederlassungen betreibt. Begrüßt vom Bieber wird das Machbar-Prinzip auch hier gleich erlebbar. Der Kunde wird empfangen und kann sich in diesem sehr gut sortierten Store hervorragend zurechtfinden, Info-Anlaufstellen unterstützen und beraten die Kunden. Der Markt stellt sich zudem genau auf die regionalen Belange der Menschen in der Region ein und bietet beispielsweise „Ad Blue“ für Dieselfahrer an, das an den Tankstellen deutlich teurer wäre, wie ein Sprecher des Unternehmens erklärt. Auffällig ist die beeindruckende Gartenabteilung mit vielen Pflanzen, die für das hiesige Klima geeingnet sind.
Zum Abschluss der Rundfahrt machte die Busflotte einen Halt bei Eataly, ein Store, der die ganze Breite und Vielfalt hochwertiger italienischer Nahrungsmittel und Weine zeigt und inszeniert. Hier gab jede Menge Impulse und Beispiele zu bewundern, die dem heimischen POS gut tun könnten.