Akzeptanz von Mehrkosten bei nachhaltigen Produkten hat sich innerhalb eines Jahres halbiert, so das Ergebnis einer Verbraucherstudie von Monitor Deloitte.
Die Bereitschaft der Verbraucher, für nachhaltige Produkte mehr Geld auszugeben als für vergleichbare konventionelle Konsumgüter, ist im Jahresverlauf deutlich gesunken. Akzeptierten 2021 im Schnitt 67 Prozent der Befragten Mehrkosten für Nachhaltigkeit, hat sich dieser Anteil ein Jahr später mehr als halbiert und liegt jetzt bei nur noch 30 Prozent. Das zeigt eine aktuelle Verbraucher-Befragung von Monitor Deloitte. Demnach ist für insgesamt 41 Prozent der Befragten mangelnde Kaufkraft der Hauptgrund, nicht öfter zu nachhaltigen Produkten zu greifen. Weitere 37 Prozent geben an, dass es mehr Transparenz, Information und Vertrauen bräuchte, um sie häufiger vom Kauf nachhaltiger Produkte zu überzeugen.
„Vor dem Hintergrund steigender Preise ist die Bereitschaft der Verbraucher, für Nachhaltigkeit mehr zu zahlen, weitgehend erschöpft", sagt Thorsten Zierlein, Deloitte-Partner und Retail Sector Lead. Doch viel spriche dafür, dass sich diese Entwicklung genauso schnell ins Gegenteil verkehren kann, sobald die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wieder positiver sind.
