Ende des Jahres 2023 gehen in einigen Bereichen der großen Fabrikhalle von Sylvania in Erlangen die Lichter aus. Mit dem europaweiten Verbot von Leuchtstoffröhren ab 1. September 2023 haben die Produktionsanlagen ausgedient. Der Standort Erlangen bleibt jedoch als Herstellungsort von LED-Leuchten und -Röhren erhalten.
Die Neuausrichtung des Standorts Erlangen sieht laut Unternehmensangaben die Herstellung von zunächst drei Produktfamilien vor, Resisto Feuchtraumleuchten, Helios LED-Röhren und UV-Photozellen. Für eine hohe Effizienz sorgt die Automatisierung der Produktion. Ab Sommer 2023 kommt nach eigenen Angaben eine neue Automatisierungsanlage für die Feuchtraumleuchten zum Einsatz. So können kosteneffizient rund 500.000 Einheiten pro Jahr hergestellt werden, teilt der Hersteller weiter mit. Für die Massenproduktion der LED-Röhren erhält Erlangen entsprechende Maschinen von der Produktionsstätte in Belgien. Darüber hinaus sprechen nach Angaben des Traditionsunternehmens viele Faktoren für Erlangen. Das ist zum einen die geografische Lage im Herzen Europas, die gute Infrastruktur und der Zugang zu Fachkräften, aber auch die hohe Kompetenz und Erfahrung der Mitarbeitenden, die innovative Entwicklungen vorantreiben können.
Wie innovativ ein Traditionsunternehmen sein kann, zeige Sylvania mit Helios, einer völlig neuen gasgekühlten linearen LED-Lichtquelle, die in Erlangen entwickelt wurde, teilt das Unternehmen mit. Die Konstruktion der Helios-Lampe besteht demnach aus LED-Filamenten, die in einer vakuumdichten Glashülle eingeschlossen sind. Dieser einzigartige Ansatz bedeutet, dass die IP68-zertifizierte Röhre Feuchtigkeit, Schwefel und andere Chemikalien von den LEDs fernhält. So bietet die Helios über die gesamte Lebensdauer laut Konzernangaben eine bessere Lichtausbeute sowie hervorragende Farbstabilität.
