„Wir helfen Ihnen, wenn Sie Energie einsparen wollen und sich für Photovoltaik und Wärmepumpe interessieren. Wir stellen den Kontakt zu den Fachhandwerksbetrieben her.“ Mit solchen und ähnlichen Ansagen markieren große Baumarktketten derzeit einen Strategiewechsel: Sie verkaufen nicht mehr nur Material, sondern vermitteln komplette Energielösungen – inklusive Planung, Handwerk und Fördermittelberatung. Das verändert den Markt für erneuerbare Energien und eröffnet zugleich neue Chancen für die Energiewende und Baumärkte fungieren als Vehicle.
Die Nachfrage nach Photovoltaik und Wärmepumpen ist hoch, doch viele Hausbesitzer scheitern an der Umsetzung: unübersichtliche Förderprogramme, knappe Fachhandwerkerkapazitäten, Unsicherheit bei Technik und Wirtschaftlichkeit. Hier setzen Partnering-Modelle von Baumärkten mit spezialisierten Installationsbetrieben an. Im Kern entsteht eine neue Wertschöpfungskette: Der Baumarkt wird zur niedrigschwelligen Erstberatung, der Fachbetrieb übernimmt Planung, Installation und Service – oft ergänzt um digitale Portale, Finanzierungspakete und Wartungsverträge.
7 Gründe, warum Baumärkte mit Partnern die Energiewende voranbringen
-
Niedrige Einstiegshürden für Verbraucher: Kunden kommen ohnehin in den Baumarkt. Informationen zu PV und Wärmepumpe werden damit dorthin verlagert, wo die Menschen sind – ohne Terminstress und Fachjargon.
-
Vertrauensvorschuss durch bekannte Marken: Baumärkte genießen als Alltagsmarken hohes Vertrauen. Dieses Vertrauen kann auf neue Energielösungen übertragen werden und Ängste vor „Fehlinvestitionen“ reduzieren.
-
Standardisierte Prozesse statt Projektchaos: Durch Rahmenverträge mit Installationsbetrieben lassen sich Angebote, Zeitpläne und Qualitätsstandards vereinheitlichen. Das verkürzt Projektlaufzeiten und erhöht die Planbarkeit für Kunden.
-
Bessere Auslastung des Handwerks: Fachbetriebe erhalten vorqualifizierte Anfragen statt Einzeltelefonate. Das steigert ihre Effizienz, hilft bei der Kapazitätsplanung und macht den Einstieg in neue Regionen leichter.
-
Skaleneffekte und sinkende Kosten: Volumenbündelung über große Ketten ermöglicht bessere Einkaufskonditionen für Module, Wärmepumpen und Speicher – Kostenvorteile, die teilweise an Kunden weitergegeben werden können.
-
Regionale Wertschöpfung bleibt erhalten: Trotz Großstruktur der Baumärkte arbeiten die Installationspartner meist lokal. Investitionen in die Energiewende stärken so das Handwerk vor Ort, statt nur internationale Konzerne zu bedienen.
-
Forcierung der Klimaziele: Wenn Baumärkte flächendeckend als „Einstiegstore“ in erneuerbare Energien fungieren, erhöht sich die jährliche Installationsquote spürbar. Das beschleunigt CO₂-Einsparungen im Gebäudesektor – einem der problematischsten Bereiche für die Erreichung der Klimaziele.
Die Kooperation von Baumärkten und Fachhandwerk kann aus einem komplexen Sanierungsprojekt ein betreutes Rundum-Paket machen. Für die Unternehmen ist es ein neues Geschäftsfeld, für Verbraucher ein unkomplizierter Zugang zur eigenen Energiewende – und für die Klimaziele ein dringend benötigter Beschleuniger.
Wie ist Ihre Meinung dazu? Schreiben Sie uns Ihre Einschätzung an: m.howest@rudolf-mueller.de
