Eine Podiumsdiskussion mit sechs Personen, die vor einem Publikum in einem eleganten Raum mit goldenen Rahmen und Marmorsäulen sitzen.
Hannah Jakobi (IPHEPHA), Alexandra Friedrich (VFG), Felicitas Erfurt-Gordon (Erfurt), Natalie Häntze (Mappe), Ralf Vowinkel (ZVR), Malermeister Jan Heinemann (v.l.n.r.) beim diesjährigen Tapetengipfel in Wiesbaden. (Quelle: VDT / Jana Kay)

Branche 2025-05-27T07:11:41.972Z Tapetengipfel bringt Handel, Industrie und Handwerk zusammen

Vergangene Woche trafen sich rund 90 Fachleute aus Industrie, Groß- und Fachhandel sowie dem Maler- und Raumausstatterhandwerk zum Tapetengipfel des Verbands der Deutschen Tapetenindustrie. Unter dem Motto „Großhandel & Profi“ bot das Branchentreffen im stilvollen Kurhaus Wiesbaden eine Fülle an Impulsen zu Markttrends, Digitalisierung und Kundenorientierung.

Verbandsvorsitzender Dr. Frederik Rasch betonte in seinem Eröffnungsreferat, dass die Branche nach einer Phase sinkender Umsätze nun wieder Boden gutmache. „Wir haben einen erheblichen Rückgang in der Entwicklung zu verzeichnen – jetzt gilt es, gemeinsam nach vorn zu schauen.“ Die Stimmung sei zwar angespannt, aber die Grundlage stimme: „Großhandel und Industrie machen bereits einen großartigen Job – wir müssen nur lauter werden und die Konsolidierung als Chance begreifen“, so Rasch.

Frank Rehme (gmvteam) plädierte in seinem Vortrag für eine Neuausrichtung des Handels. Großhändler müssten mehr sein als reine Materiallieferanten, Kundenbedürfnisse klar erkennen und personalisierte Services über alle Kanäle anbieten. „Wenn du siegen willst, lass deine Kunden gewinnen“, so Rehme mit Blick auf datenbasierte Kundenbindung.

Multichannel und Customer Experience als Gamechanger

Stefan Binkowski, Omnichannel- und KI-Experte, unterstrich die Bedeutung einer kanalübergreifenden Customer-Experience: „Denkt nicht in Kanälen, denkt vom Kunden und seinen Problemen her!“ Er hob Retail Media und Social Commerce als zentrale Hebel hervor, um Handwerkern und Fachhändlern neue Umsatzpotenziale zu erschließen und illustrierte seine Thesen mit anschaulichen Praxisbeispielen.

Wie Tapeten wieder begeistern können, zeigte Jessica Jörges, Malermeisterin und Gewinnerin des MALERStars 2024. Mit authentischen Beispielen aus ihrem Arbeitsalltag und spürbarer Begeisterung machte sie deutlich: „Räume bekommen durch Tapete eine Seele – aber dafür braucht es Menschen, die Lust auf Beratung und Gestaltung haben.“ Ihre Impulse sorgten anschließend für regen Austausch und lenkten den Fokus auf die emotionale Wirkung von Raumgestaltung – und auf die entscheidende Rolle der Beratung im Handwerk.

Podiumsdiskussion: Beratung, Nachhaltigkeit & Prozessoptimierung

In der von „Mappe“-Chefredakteurin Natalie Häntze moderierten Runde mit Vertretern aus Industrie, Handel und Handwerk (Tapeten-Fachhändlerin Hannah Jakobi, VFG-Produktmanagerin Alexandra Friedrich, Felicitas Erfurt- Gordon von Erfurt Tapeten, ZVR-Präsident Ralf Vowinkel und Jan Heinemann, Malermeister) herrschte Einigkeit: Beratungsleistungen müssen sichtbarer und verrechenbar gemacht werden, um Tapete im Profibereich attraktiver zu gestalten. Zudem wurde betont, dass Tapeten nicht nur dekorativ, sondern auch funktional – etwa als Wand-Schutz – langfristig überzeugen können.

zuletzt editiert am 27. Mai 2025
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