Tapetenabteilung OBI
Tapetenabteilung im Baumarkt (Quelle: MAU)

Industrie 2021-01-26T00:00:00Z Tapetenindustrie 2020 erstmals seit Langem mit Umsatzplus

Die Corona-Pandemie hat den Abwärtstrend innerhalb der Tapetenbranche vorerst beendet: Nach 247 Millionen Euro in 2019 haben die Hersteller die Umsätze im vergangenen Jahr auf 256 Millionen Euro gesteigert. Ob das Wachstum anhält, hängt auch von der Dauer des Lockdowns ab.

Erstmals seit Jahren haben die deutschen Tapetenhersteller 2020 mehr Umsatz als im Vorjahr erwirtschaftet. Die Erlöse stiegen nach Angaben des Deutschen Tapeten-Instituts von 247 auf 256 Millionen Euro an. Im Inland verzeichnete die Branche ein Plus von 12 Prozent, im Ausland sank der Umsatz hingegen um 2 Prozent. Wegen verschiedener Lockdowns außerhalb Deutschlands und unterbrochener Lieferketten könne man das Auslandsgeschäft im vergangenen Jahr dennoch als Erfolg werten, sagte Karsten Brandt, Geschäftsführer des Deutschen Tapeten-Instituts, im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur.

2020 seien viele Menschen Renovierungen angegangen, „die man schon immer mal machen wollte oder vielleicht sonst erst in ein paar Jahren gemacht hätte“, so Brandt. Der Tapete sei zugutegekommen, dass sie vergleichsweise günstig sei und auch ohne Handwerker angebracht werden könne.

Ob der Aufwärtstrend im Tapetengeschäft 2021 anhält, hängt nach Ansicht des Experten an der Dauer des aktuellen Lockdowns. Sollten die Baumärkte länger geschlossen bleiben, wird es vermutlich schwer. Onlinehandel und „Click & Collect“ seien kein Ersatz für das reguläre Geschäft. „Gekauft wird im Februar, März“, meint Brandt mit Blick auf mögliche Lockerungen. „Es könnte sein, dass es noch hinkommt.“

zuletzt editiert am 24. Juni 2021
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