Durch einen rigorosen Prozess der Marktbereinigung reduzierte sich die Anzahl der Baumarktbetreiber ständig.
Die Jahre 1996 bis 2010

1996 eröffnete Götzen in Unna unter dem Logo „Jumbo“ den ersten Baumarkt-Discounter. Im November musste der Nürnberger Bund Konkurs anmelden. 1997 stand der DIY-Zentraleinkauf Bielefeld vor einer Zerreißprobe. Gesellschafter, die den Weg zur neuen Großkooperation ZEUS nicht mitgehen wollten, gründeten den neuen Einkaufsverband EMV . Mit dem Verkauf der Baumärkte an Praktiker zog sich Wirichs im September aus dem Baumarktgeschäft zurück. Am Jahresende ging die Kathreiner AG in Konkurs. 1998 gründeten E/ D/E und EK Großeinkauf die Zentrale für Einkauf und Service GmbH & Co. KG (ZEUS) .
Im Februar musste die Götzen-Gruppe Konkurs anmelden. 1999 ging unter Federführung von HJK Epos der erste IT-MArktplatz der deutschen DIY-Branche an den Start; entstand als Auffangbecken für die Franchsisenehmer von Götzen das Unternehmen Unger , wurden die Hauser Baumärkte der Lidl & Schwarz Gruppe an die AVA verkauft; gingen die TOP Baumärkte von Kriegbaum an die Praktiker AG ; fusionierten die Raiffeisen Hauptgenossenschaft Frankfurt am Main und die Raiffeisen Warenzentrale Köln ; war der Franchiser Hobbyland am Ende. 2000 wurden der Knechtel Holding von der AVA übernommen; gingen die ersten Zack Baumarktdiscounter als Verwertungslinie von toom an den Start; mussten Eisen-Muscheid und Pluta Konkurs anmelden. 2001 stieg der Gartencenterbetreiber Dehner mit einem Testmarkt am Firmenstammsitz in Rain am Lech in die DIY-Handelsszene ein; realisierte OBI Ratingen unter dem Logo „OBI Fix“ den ersten Conviencemarkt; baute Castorama seine deutschen Märkte zu Casto Depot um; schloss sich die Mehrheit der Profi Baumärkte der Kooperation EMV an; entwickelte die toom Baumarkt GmbH ein neues Franchise- und Kooperationsmodell; musste die Baumarktgruppe Unger Insolvenz anmelden.
Im Jahr 2002 wurde der Euro zum realen Zahlungsmittel; zog sich Castorama aus Deutschland zurück; wurde die WLZ Raiffeisen Stuttgart von der BayWa AG übernommen. 2003 stieg die Hagebau als dritter Gesellschafter in die ZEUS ein. 2004 schlossen sich IBS und Interpares & Mobau zur Großkooperation Eurobaustoff zusammen; entsteht der Baumarktdiscounter Sonderpreis Baumarkt ; stieg HJK Epos aus dem Baumarktgeschäft aus; formierten sich die Raiffeisen Hauptgenossenschaft Nord AG Hannover und die Zentralgenossenschaft Raiffeisen Nordwest Münster zur Agravis AG . 2005 stockte die Hagebau ihre Beteiligung an der ZEUS auf 50 Prozent auf; stieg der regionale Baumarktbetreiber aus dem Baumarktgeschäft aus; versuchte sich unter dem Logo Bau- und Gartenkiste ein neuer DIY-Discounter ohne Erfolg am Markt.