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Toom will bis 2025 auf torfhaltige Erden verzichten. (Quelle: Toom)

Handel

27. May 2022 | Teilen auf:

Toom verzichtet bis 2025 auf torfhaltige Erden

„Mit Torf zu pflanzen, ist wie mit Kohle zu heizen“, sagt Bundes-Agrarminister Cem Özdemir (Bündnis 90/Die Grünen) und fordert, dass Torf bis 2026 aus Hobbygärten verschwinden soll. Toom will bis 2025 komplett auf torfhaltige Erden verzichten.

„Wir begrüßen es sehr, dass Herr Özdemir den Schutz der Moore in den Fokus rückt und fühlen uns in unseren Bemühungen zur Torfreduktion und zum Schutz des Klimas bestärkt“, erklärt Dominique Rotondi, Geschäftsführer Einkauf und Logistik und bei Toom für das Nachhaltigkeitsengagement zuständig.

Bereits seit 2016 stellt Toom sämtliche Erden der Eigenmarke stufenweise auf torfreduzierte oder torffreie Alternativen um. Grünschnittkompost, Rindenhumus, Holzfasern oder Perlite dienen dabei als alternative Stoffe zum klassischen Torf. Inzwischen stehen Kunden mehr als 20 torffreie Erdenprodukte der Toom-Eigenmarke zur Verfügung. Bis 2025 plant das Unternehmen, sein komplettes Sortiment vollständig auf torffreie Alternativen umzustellen.

Moore sind die weltweit effektivsten Kohlenstoffspeicher: Laut Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft binden sie über doppelt so viel Kohlenstoff wie sämtliche Wälder der Erde. Mittlerweile sind in Deutschland rund 95 Prozent der Moorlandschaften für Landwirtschaft und Torfabbau trockengelegt worden. Dadurch wird ein wichtiger Lebensraum für viele Pflanzen- und Tierarten zerstört und zuvor gebundener Kohlenstoff sukzessive als CO2 wieder freigesetzt.

zuletzt editiert am 27.05.2022