Lockdown Schild Geschlossen Quelle: Pexels/fotografierende
Im Lockdown setzen stationäre Händler auf alternative Vertriebswege. Quelle: Pexels/fotografierende

Handel

01. February 2021 | Teilen auf:

Trotz Lockdown: Ein Viertel der Händler mit Plus im Weihnachtsgeschäft

Der harte Lockdown im Dezember kam laut einer Studie des ECC Köln für viele Händler „überraschend“. Einige haben sich offenbar gut damit arrangiert und einen Teil des Weihnachtsgeschäfts über alternative Vertriebswege gerettet.

„Es war und bleibt ein harter Winter für den deutschen Handel. Die Umsatzeinbrüche auf der Fläche konnten nur zu einem geringen Teil über den Onlinekanal kompensiert werden“, sagt Mailin Schmelter vom ECC. Bei 40 Prozent der befragten Händler ist der in Kürze erscheinenden „ECC Paymentstudie Vol. 25“ zufolge das Weihnachtsgeschäft durch den harten Lockdown fast gänzlich zum Erliegen gekommen.

Insbesondere der stationäre Handel hat demnach unter der Schließung gelitten. 63 Prozent der Händler geben an, der Umsatz im stationären Geschäft habe sich im Vergleich zum Vorjahr verschlechtert. Gleichzeitig stiegen aus Händlersicht die Umsätze in Onlineshops (43 Prozent) oder auf Onlinemarktplätzen (48 Prozent). So verzeichnet insgesamt immer noch knapp jeder vierte Händler ein Umsatzplus im Weihnachtsgeschäft 2020 (24 Prozent).

Für 46 Prozent der Händler kam der erneute harte Lockdown „überraschend“, heißt es in der Studie. Dennoch haben über die Hälfte der stationär tätigen Händler (57 Prozent) über verschiedene Wege versucht, das Weihnachtsgeschäft weiter anzukurbeln. Services wie Click & Collect (44 Prozent) sowie Lieferungen nach Hause (37 Prozent) wurden dabei am häufigsten eingerichtet. Aber auch die Erweiterung des bestehenden Onlineangebots (35 Prozent) sowie virtuelle Beratungen (29 Prozent) und der Vertrieb über soziale Medien (29 Prozent) wurden von Händlern vorangetrieben.

Der Lockdown am 16. Dezember 2020 war für viele Händler mit stationärem Geschäft ein Startschuss, die eigene Onlinepräsenz zu verbessern. So haben 41 Prozent der stationär tätigen Händler die Zeit genutzt, ihren Onlineshop zu optimieren beziehungsweise auszubauen (33 Prozent). Zeitgleich hat etwa jeder zweite Händler die Zeit des Lockdowns mit Aufräumarbeiten im Lager (51 Prozent) oder der Pflege von Stammdaten (42 Prozent) verbracht. Der Ausbau des Onlinekanals sei also trotz Digitalisierungsdruck noch immer eine Frage der Priorisierung, schlussfolgert das ECC,