Ein Rennwagen in einer Werkstatt mit zwei Personen, die Freizeitkleidung tragen.
Knalligere Statements geben die Kleidungsstücke der Streetwear-Reihe ab. Vier Designs; jedes erzählt seine Geschichte: Backseat, Racetrack, Under the Hood sowie Less Friction, More Miles. Auf allen Artikeln befindet sich ein großes Motiv auf dem Rücken, das komprimiert auf der Brust wiederkehrt. (Quelle: Liqui Moly)

Handel 2026-04-10T00:00:00Z Veränderte Markenstrategie von Liqui Moly: Was sie für den DIY-Handel bedeutet

Der Schmierölhersteller hat eine Bekleidungskollektion gelauncht, sie ist Teil der veränderten Markenausrichtung. Zwei Designlinien stehen zur Wahl. Neue Kleider sind ein ideales Vehikel, um den Imagewandel abseits von Produkten und Werbung zu begleiten, so der Hersteller. Was bedeutet diese Neuausrichtung der Markenstrateie für den DIY-Handel?

Die neue CI („For the Drivers“, Rennstreifen, reduzierte Basic-Linie) schafft ein moderneres, emotionaleres Markenbild. In Baumärkten, wo Schmierstoffe oft als „Low-Interest“-Ware wahrgenommen werden, kann ein klarer, sportlich-moderner Auftritt Aufmerksamkeit erzeugen und die Kaufentscheidung zugunsten einer starken Marke beeinflussen.

Erweiterung vom Produkt zur Lifestyle-Marke

Die Streetwear-Linie („Backseat, Racetrack, Under the Hood…“) übersetzt Technik in Emotion, Lifestyle und Community. Für den DIY-Handel eröffnet das Möglichkeiten etwa für: aufmerksamkeitsstarke Zweitplatzierungen, für Themenwelten (Autozubehör) und für Promotions, die über reine Preisaktionen hinausgehen. Auf diese Weise wird die Wertigkeit der Kategorie untermauert und es kann die Austauschbarkeit gegenüber No-Name- und Handelsmarken reduziert werden.


Das Design „modern, hochwertig, mit Liebe zum Detail“ kann eine Premium-Positionierung unterstützen. Gerade im Baumarktsegment, wo häufig über den Preis verkauft wird, bietet eine starke Marke mit klarer CI Argumente für bessere Margen und Up-Selling.

Nachhaltigkeit und Produktionsstory

Hinweise auf faire Bedingungen, nachhaltige Materialien und Transparenz („Produktion in der Türkei, faire Löhne, sichere Arbeitsbedingungen“) passen zu einem wachsenden Nachhaltigkeitsbewusstsein vieler DIY-Kunden. Auch wenn das Bekleidungssortiment nur ein Teil der Marke ist, strahlt diese Haltung auf das gesamte Markenimage ab – und damit auf die Wahrnehmung der Produkte im Baumarktregal.

Parallele zum Employer Branding

Markenstrategie ist heute immer auch Arbeitgeberstrategie. Kampagnen, die das Unternehmen als modernen Arbeitgeber inszenieren, unterstreichen damit, dass sich die Marke nicht mehr nur an Endkunden, sondern auch an (potenzielle) Mitarbeitende und Handelspartner ausrichtet.  Ein zeitgemäßes Markenbild hilft somit bei Rekrutierung, Mitarbeiterbindung und damit auch bei der verlässlichen Belieferung und Innovationsfähigkeit – Faktoren, die für Baumärkte als Partner entscheidend sind.

Attraktive Arbeitgebermarke = verlässlicher Markenpartner im Handel

Eine moderne, gut geführte Marke signalisiert Stabilität, Innovationskraft und Serviceorientierung. Für den DIY-Handel ist das wichtig, um das eigene Sortiment zukunftsfähig zu positionieren.

Wie wichtig ist die Anpassung der Markenstrategie?

Eine Veränderung der Markenstrategie ist insbesondere angesichts intensiven Preiswettbewerbs im DIY-Handel und der wachsenden Bedeutung von Markenwerten (Nachhaltigkeit, Fairness, Lifestyle)  sowie dem Kampf um Fachkräfte ein zentrales Steuerungsinstrument, um Relevanz zu sichern und Differenzierung zu schaffen.

zuletzt editiert am 09. April 2026