Risikomanagement im Onlinehandel – Schützen Sie sich vor Betrug und Forderungsausfällen
Bisher kannte der Onlinehandel nur Wachstum, jetzt ist der Umsatz rückläufig. (Quelle: Pixabay)

Handel

7. December 2022 | Teilen auf:

Wachstumskurs im E-Commerce ist gebremst

Nachdem die Onlineumsätze in den Pandemiejahren 2020 und 2021 insgesamt um rund 30 Milliarden Euro wachsen konnten, ist die E-Commerce-Entwicklung 2022 im Vergleich zum Vorjahr gebremst, wie der "Branchenreport Onlinehandel" des IFH Köln belegt.

Die schwächsten Wachstumszahlen im Onlinebereich sind den Sortimentsbereichen Heimwerken & Garten (bis zu -19 Prozent), CE/Elektro (bis zu -14 Prozent) und Wohnen & Einrichten (bis zu -12 Prozent) zu prognostizieren. Die Zahlen bestätigen die Einschätzungen von Branchenexperte Klaus Peter Teipel auf dem BHB-Kongress in Bonn. Er hatte von einem "gravierenden Einbruch im Onlinegeschäft mit DIY-Artikeln" gesprochen und eine rückläufige Entwicklung aufgezeichnet, die niemand in dieser Form erwartet hat.

Für das noch laufende Jahr 2022 rechnen die Marktexperten des IFH Köln in der mittleren Prognosevariante mit einem Abfallen des Onlineumsatzes um 2,1 Prozent von 102,1 Milliarden Euro (2021) auf 100 Milliarden Euro. Aber: Im Vergleich zu den Onlineumsätzen von 2019, vor der Corona-Sonderkonjunktur, schließt das Onlinehandelsjahr 2022 voraussichtlich mit mehr als 40 Prozent Umsatzplus. So das Ergebnis des Branchenreports, der die aktuelle und zukünftige Onlinedynamik im deutschen Handel analysiert. Bis 2026 ist bei fortschreitender Trendentwicklung ein Wachstum auf ein Gesamtonlinevolumen von 130 Milliarden Euro möglich, so die Marktforscher.

„Das Krisenjahr 2022 verleiht dem Onlineboom vor allem aufgrund von Ausgabeverschiebungen einen kleinen Dämpfer. Das wird sich 2023 wohl wieder ändern. Denn fällt die Gesamtkonjunktur wieder positiver aus, wirkt sich das auch auf den Umsatzzuwachs im Onlinehandel aus – in unseren verschiedenen Szenariovarianten rechnen wir bis 2026 mit positiven Zuwachsraten“, so Hansjürgen Heinick, Onlinemarktexperte des IFH Köln.

zuletzt editiert am 07.12.2022