Hornbach soll laut einer Mitteilung des Verbraucherverbandes Sachsen Kundinnen und Kunden getäuscht haben, indem potenziell invasive Pflanzen wie Apfelrose und Forsythia als Naturschutzhecke verkauft wurden. Die Verbraucherzentrale klagt nach eigenen Angaben gegen den Baumarktriesen wegen irreführender Werbung.
Gemeiner Bocksdorn, Goldglöckchen (Forsythia), Schmetterlingsflieder und Apfelrose (Rosa Rugosa) seien bei Hornbach laut der sächsischen Verbraucherzentrale online als Naturschutz- und Vogelschutzhecken verkauft worden – angeblich heimisch und ideal für Insekten und Vögel. Tatsächlich sind drei dieser Pflanzen sogar potenziell invasiv und können die Biodiversität bedrohen, heißt es in der Mitteilung der Verbraucherschützer.
Beate Saupe, Rechtsexpertin der Verbraucherzentrale Sachsen wirft dem Baumarktbetreiber Greenwashing vor, da die Kundinnen und Kunden in die Irre geführt worden seien. „Wer diese Pflanzen kauft, legt offenkundig Wert darauf, dass es sich um heimische, insektenfreundliche Arten handelt.„ Saupe kritisiert, dass der Baumarktbetreiber dem Käufer die Chance genommen habe, “durch transparente und wahrheitsgemäße Informationen eine fundierte Entscheidung treffen zu können“ Wären die betreffenden Pflanzen als Ziergewächse angeboten worden, bestünde keinerlei Problem, so der Tenor der Verbraucherzentrale.
Da Hornbach eine Unterlassungserklärung abgelehnt habe, werde man gegen das Unternehmen klagen, heißt es in der Mitteilung.
Auf Nachfrage des BaumarktManger erklärte ein Sprecher von Hornbach: „Aufgrund des angekündigten Klageverfahrens möchten wir zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine Angaben zu den Vorwürfen der Verbraucherzentrale Sachsen machen.“
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