Rasch Tapeten
Die Nachfrage nach Tapeten ist nicht nur in der Ukraine und Russland sondern auch im restlichen Europa infolge gestiegener Rohstoffpreise, gestörter Lieferketten und der Energiepreisentwicklung stark belastet . (Quelle: Rasch)

Industrie

06. September 2022 | Teilen auf:

Wegen Ukrainekrieg: Rasch baut 45 Stellen ab

Aufgrund wegbrechender Absatzmärkte infolge des Ukrainekrieges musste die Tapetenfabrik Rasch 45 Vollzeitstellen abbauen. Weitere Einschnitte sind nicht geplant.

Mit dem Produktionsstandort in der West-Ukraine und Vertriebsgesellschaften sowie Logistikzentren in Kiew und Moskau sei diese Region für die Rasch-Gruppe, die weltweit rund 600 Mitarbeiter beschäftigt, zu einer der wichtigsten Absatzregionen außerhalb Deutschlands geworden, teilt das Unternehmen mit. Außerdem sei die Nachfrage nach Tapeten auch im restlichen Europa infolge gestiegener Rohstoffpreise, gestörter Lieferketten und der Energiepreisentwicklung stark belastet.

Daher sah sich die Geschäftsführung des mittelständischen Unternehmens gezwungen, zusammen mit dem Betriebsrat der Unternehmen Tapetenfabrik Gebr. Rasch, Rasch Textil und Interiors den sozialverträglichen Abbau von 45 Vollzeitstellen zu verhandeln. Um die ausscheidenden Mitarbeiter in einem Übergangszeitraum von bis zu 12 Monaten durch Bewerbertrainings und Weiterbildungen bei dem Übergang in ein neues Arbeitsverhältnis zu unterstützen, sei zum 1. September 2022 eine Transfergesellschaft eingerichtet worden, informiert der Tapetenhersteller.

Nach der erfolgten Strukturanpassung werde man trotz andauernder widriger Rahmenbedingungen keinen weiteren Personalabbauanstreben, teilt die Geschäftsführung mit. Stattdessen werde weiter in Organisation und Technologie investiert, insbesondere im Bereich der Energieeffizienz, informiert die Unternehmensgruppe.

zuletzt editiert am 06.09.2022