Wenko Geschäftsführer Niklas Köllner
Wenko-Geschäftsführer Niklas Köllner hat in einem offenen Brief an Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck sein Unverständnis dafür zum Ausdruck gebracht, dass asiatische Plattformen nicht ausreichend kontrolliert werden sowie kaum oder keine Steuern oder Abgaben in Deutschland zahlen. (Quelle: Wenko)

Industrie 2024-05-07T22:00:00Z Wenko-Chef Köllner schreibt offenen Brief an Habeck

Asiatische Online-Plattformen fluten den Markt mit Angeboten und viele Produkte erfüllen nicht die vorgeschriebenen Standards, weil es an Kontrollen fehlt. Das meint Wenko-Geschäftsführer Niklas Köllner, der darin eine klare Wettbewerbsverzerrung sieht und deshalb von der Politik gleiche Bedingungen fordert.

„Es kann nicht sein, dass die wachsenden Anforderungen der EU, die wir in Deutschland und Europa erfüllen müssen, nicht für Importeure aus Asien gelten“, so Köllner. Alle Produkte des Unternehmens erfüllten die gesetzlichen Vorschriften, darüber hinaus würden Zertifizierungen, Qualitätsprüfungen und chemische Analysen durchgeführt. „Für Waren aus China gelten diese Gesetze zwar auch“, erläutert Köllner, „aber wer kontrolliert das? Niemand. Und damit wird unser Markt schutzlos zum Freiwild für asiatische Online-Plattformen, die auf unsere Kosten wachsen. Das ist ein Vergehen am Verbraucher und an der Wirtschaft.“

Ein Dorn im Auge sei ihm, dass die Politik die Gesetze nicht schnell genug an veränderte Realitäten anpasse und klare Handelsabkommen fehlten. Eine Lösung sehe er darin, das Produkthaftungsgesetz auszuweiten. „Es muss neben funktionierenden Kontrollen für jeden Inverkehrbringer einen Bevollmächtigten in Europa geben, der für Verstöße haftet“, so seine Forderung. Wer Produkte in der EU verkaufe, müsse die gesetzlichen Anforderungen sicherstellen und auch dafür haften.

zuletzt editiert am 07. Mai 2024
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