Bauwirtschaft
Der wirtschaftliche Aufschwung ist laut Ifo-Institut zurzeit gedämpft. (Quelle: Pixabay)

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15. June 2022 | Teilen auf:

Wirtschaftswachstum in Deutschland eingebremst

Laut Ifo-Institut wird der wirtschaftliche Aufschwung hierzulande durch den russischen Angriffskrieg auf die Ukaine und die damit einhergehenden stark angestiegenen Energiepreise gedämpft. Das Ifo Institut hat daher seine Vorhersage für das Wirtschaftswachstum für dieses Jahr auf 2,5 Prozent gekürzt, von 3,1 Prozent wie noch im März gedacht. Die Wirtschaftsleistung liege derzeit noch immer ein Prozent unter dem Vor-Corona-Niveau von Ende 2019, teilt das Institut mit.

Zuversichtlich gibt sich das Ifo Institut allerdings beim Ausblick auf das kommende Jahr: Hier erwarten die Wirtschaftsexperten eine Beschleunigung des Wachstums auf 3,7 Prozent. Auch die Inflation, so das Institut, dürfte in 2023 auf 3,3 Prozent zurückgehen. Der Grund für die positiveren Aussichten im kommenden Jahr liefert Timo Wollmershäuser, Leiter der Ifo-Prognosen: „Wir rechnen mit einem allmählichen Rückgang der Rohstoffpreise und der Materialengpässe im zweiten Halbjahr.“

Den Verlauf des bisherigen Jahres skizziert Wollmershäuser wie folgt: „Der mit den hohen Preisen verbundene Kaufkraftverlust der privaten Haushalte hat sich zu Jahresbeginn in einem rückläufigen Warenkonsum niedergeschlagen.“ Dank eines spürbaren Anstiegs der Ausgaben für Dienstleistungen sei allerdings der private Konsum insgesamt im ersten Vierteljahr nicht gesunken, sondern stabil geblieben. Hier schlugen sich das Abflauen der Coronawelle und die Normalisierung des Ausgabeverhaltens der privaten Haushalte nieder. Im weiteren Verlauf des Jahres dürfte sich diese Normalisierung fortsetzen und damit maßgeblich zum Wachstum der deutschen Wirtschaft beitragen, prognostiziert Wollmershäuser.

Für 2022 rechnet das Ifo Institut mit einem Rückgang der Arbeitslosenzahl auf 2,3 Millionen Menschen von 2,6 Millionen, was noch 5,0 Prozent nach 5,7 Prozent entspricht. Im kommenden Jahr wird die Zahl fast unverändert bleiben. Das Loch in der Staatskasse dürfte sich in dieses Jahr halbieren von 131 auf 65 Milliarden Euro und im kommenden Jahr nur noch 12 Milliarden Euro erreichen.

zuletzt editiert am 15.06.2022