Zu sehen ist eine Baustelle. Im Hintergrund stehen die Rohbauten zweier Mehrfamilienhäuser, davor ein Bagger - diese Motive sind leicht unscharf, während der Sandhaufen vorn rechts im Bild gestochen scharf zu sehen ist.
Im Zeitraum Januar bis Juni 2021 wurden insgesamt 7,7 Prozent mehr Wohnungen genehmigt als im Vorjahreszeitraum. (Quelle: SatayPrem/Pixabay)

Branche 2023-10-30T08:48:48.265Z Wohnbaubewilligungen brechen in Österreich stark ein

Die Neubaubewilligungen in Österreich schrumpfen in diesem Jahr voraussichtlich um 28 Prozent, die Baubeginne um 13 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das zeigt die aktuelle Bauprognose des Marktforschungsinstituts Branchenradar.com Marktanalyse.

In 2023 werden voraussichtlich um 28 Prozent weniger Wohneinheiten bewilligt als im Jahr davor. Für das erste Halbjahr meldet Statistik Austria sogar ein Minus um 31 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Bei EFH | ZFH rechnet Branchenradar mit einer Reduktion um rund 35 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf nur noch 11.150 Wohneinheiten. Im Geschoßwohnbau (MFH) verkürzt sich das Bewilligungsvolumen um etwa 24 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 22.700 Wohnungen. Ursache der massiven Kontraktion sind Restriktionen bei der Finanzierung, insbesondere aber die anhaltend hohen Baupreise, heißt es in einer Mitteilung.

Den Herstellern von Baustoffen und den Ausführenden stehe das Schlimmste aber noch bevor, so der Branchenradar. Im Jahr 2022 sank die Anzahl der Baubeginne insgesamt um rund 10 Prozent gegenüber Vorjahr auf etwa 59.900 Wohneinheiten. Im laufenden Jahr beschleunigt der Abschwung vermutlich auf rund minus 13 Prozent und im kommenden Jahr ist sogar ein Rückgang um knapp 17 Prozent gegenüber Vorjahr zu erwarten. Binnen drei Jahren reduziert sich somit das Neubauvolumen im Wohnbau um mehr als ein Drittel. Die Auswirkungen dieser Entwicklung auf den Arbeitsmarkt können zum jetzigen Zeitpunkt nur erahnt werden.

zuletzt editiert am 30. Oktober 2023
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