Würth
Würth arbeitet an der Transformation vom Händler zum Hersteller. (Quelle: Würth)

Handel

18. May 2020 | Teilen auf:

Würth erfolgreich mit Multichannel-Strategie

Die Corona-Krise beeinflusst die Entwicklung des Würth-Konzerns. Dennoch sieht sich die Unternehmensgruppe auf einem guten Weg. Im ersten Quartal 2020 verzeichnet Würth ein Umsatzwachstum von 2,8 Prozent.

„Diese Krise zeigt deutlich die Stärken und Chancen der Multikanalstrategie“, sagt Konzernchef Robert Friedmann mit Blick auf die Corona-Pandemie. „Wir haben alle zur Verfügung stehenden Kanäle, die mit den Kontaktbeschränkungen konform laufen, zusätzlich verstärkt. Jetzt zeigt sich, dass der Ausbau der Digitalisierungsprozesse in den letzten Jahren gerade auch in dieser Krisenzeit greift.“

Für das erste Quartal 2020 meldet die Würth-Gruppe im Rahmen der Bilanzpressekonferenz zum abgelaufenen Geschäftsjahr 2019 ein Umsatzwachstum von 2,8 Prozent. „Doch selbstverständlich hat das Virus auch uns in Teilen schwer getroffen“, so Friedmann. Vor allem die Gesellschaften in den stark betroffenen Ländern wie Italien, Frankreich und auch Spanien bekamen die Auswirkungen zu spüren. Dennoch: Frankreich erzielte nach Konzernangaben trotz komplettem Lockdown einen E-Business-Zuwachs im ersten Quartal 2020 von 29,1 Prozent, Italien lag ebenfalls bei fast 30 Prozent und in Österreich sowie weiteren Landesgesellschaften wurden die Click & Collect-Aufträge verdoppelt. Der Lockdown in nahezu ganz Europa habe bei Würth zu so gut wie keinerlei Auslieferungsengpässen geführt.

Wandel vom Händler zum Hersteller

Für 2019 meldet der Konzern einen neuen Rekordumsatz: 14,3 Milliarden Euro (Vorjahr: 13,6 Milliarden Euro) erzielte der Weltmarktführer im Vertrieb von Montage- und Befestigungsmaterial, was einem Wachstum von 4,8 Prozent entspricht. Das Betriebsergebnis liegt mit 770 Millionen Euro unter dem Vorjahr (2018: 870 Millionen Euro).

Der Ausblick fällt Würth erwartungsgemäß schwer: Die momentan volatile Lage der Weltwirtschaft lasse eine belastbare Prognose für 2020 nicht zu. Der Konzern geht davon aus, dass die Leistungsfähigkeit über die Multikanalstrategie und die Risikostreuung durch die internationale Aufstellung und die Diversifikation auf einem stabilen Niveau gehalten werden kann. Zudem setzt Würth auf „den Wandel vom Händler zum Hersteller“. Die Investitionen in die Herstellerkompetenz und Innovationsprojekte sollen zukunftsgerichtet weitergehen.

zuletzt editiert am 25.06.2021