Innerhalb von nur zwei Jahren ist die Zahl der aktiven Online-Marktplätze im deutschsprachigen Raum um 40 Prozent auf 214 gestiegen. Das berichten die Digital-Berater von Ecom Consulting und die Spezialisten für Bewertungsmanagement Gominga.
Demnach wurden allein in der Consumer-Welt, die alle Formate ohne B2B umfasst, in den vergangenen zwei Jahren rund 100 zusätzliche Online-Marktplätze von neuen und etablierten (Handels-)Anbietern gestartet. Im gleichen Zeitraum seien aber auch rund 30 Marktplätze wieder vom Markt verschwunden, darunter große Namen wie Rewe oder Rakuten, aber auch diverse Nischenplayer und Start-ups. Die Gründe dafür seien vielfältig: In zahlreichen Fällen wurden Unternehmen übernommen, fusioniert oder umbenannt, in anderen wurde das Marktplatzmodell wieder verworfen oder der Rückzug aus der DACH-Region beschlossen.
Jede Branche und jede Nische aktiv
„Für nahezu jede Branche und jede Nische finden sich inzwischen zahlreiche mehr oder minder starke Wettbewerber”, resümiert Studien-Co-Autor Christian Driehaus von gominga. Die etablierten B2C-Marktplätze in Deutschland und Europa machten es Newcomern nicht leicht, Marktanteile zu ergattern, und auch die Marktplatz-Seller stünden beim Management der unterschiedlichen Kanäle vor immer größeren Herausforderungen.
B2B-Marktplätze „the next big thing“
Die Entwicklung der B2B-Marktplätze wird in der vorliegenden Studie bewusst nur am Rande gestreift, von den Studienautoren allerdings als „the next big thing“ gesehen. „Innerhalb Europas gibt es im B2B-Segment bereits über 300 Online-Marktplätze“, konstatiert Studien-Co-Autor Ralph Hübner von Ecom Consulting. „Bis 2025 wird die Zahl auf deutlich über 1.000 B2B-Marktplätze explodieren – das ist nicht nur die Prognose der Experten, auch die großen Investoren setzen darauf.“
