Staudengärtnerei (Quelle: Pflanzen Kölle)
Stauden wie hier bei Pflanzen Kölle sind bei Verbrauchern hoch im Kurs. (Quelle: Pflanzen Kölle)

Grüne Fakten

06. December 2021 | Teilen auf:

Zierpflanzenbau reagiert auf Verbrauchertrends

Die Produzenten von Zierpflanzen reagieren positiv auf Verbrauchertrends und passen ihre Kulturen entsprechend an. Dies zeigt eine Erhebung von Destatis für den Bundesverband Zierpflanzen im Zentralverband Gartenbau.

Demnach wurden die Anbauflächen bei Zimmerpflanzen als Reaktion auf Trends wie „urban jungle“ und eine fast unstillbare Nachfrage gerade junger Verbraucher nach Grünpflanzen zuletzt deutlich erweitert. Mit einer Steigerung um 56,9 Prozent seit 2017 wird damit wieder das Produktionsniveau von 2012 erreicht.  Insgesamt erzeugten 2.200 Gartenbaubetriebe im Jahr 2021 insgesamt knapp 802 Millionen Beet- und Balkonpflanzen sowie Stauden als Fertigware. Mit gut 133 Millionen Stück übertraf die Staudenproduktion den Wert von 2017 um 17,9 Prozent. Bei den Zimmerpflanzen betrug das Plus 15,8 Prozent gegenüber 2017. Insgesamt produzierten hier 1.210 Gartenbaubetriebe rund 109 Millionen verkaufsfertige Pflanzen. Den größten Anteil am Wachstum hatten mit gut 20 Millionen Stück weiterhin die Weihnachtssterne. Im Freiland dominieren Sommerblumen und Schnittstauden, in Gewächshäusern sowie unter hohen begehbaren Schutzabdeckungen nahmen Rosen mit knapp 83 Hektar die größte Fläche ein.

Deutsche Produzenten

Insgesamt gibt es in Deutschland rund 3.120 Zierpflanzenbetriebe, die auf einer Grundfläche von zusammen 6.270 Hektar Blumen und Zierpflanzen anbauen. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, ist ihre Zahl im Vergleich zur letzten Zierpflanzenerhebung im Jahr 2017 um 15,0 Prozent zurückgegangen. Die Grundfläche für den Anbau hat um 4,8 Prozent abgenommen. Mit nahezu der Hälfte davon (46,3 Prozent oder 2.900 Hektar) ist Nordrhein-Westfalen das mit Abstand bedeutendste Bundesland für den Zierpflanzenanbau. Niedersachsen, Bayern und Baden-Württemberg verfügten 2021 zusammen mit mehr als 2.140 Hektar über weitere 34,1 Prozent der Grundfläche.

zuletzt editiert am 07.12.2021