Zierpflanze, Bio
Zierpflanzen liegen auf 2019er Niveau (Quelle: Ekaflor)

Grüne Fakten

24. January 2023 | Teilen auf:

Zierpflanzenmarkt erreicht Vor-Pandemieniveau

Der Gesamtmarkt für Blumen und Zierpflanzen konnte im Jahr 2022 zwar nicht mit den pandemiebedingten Rekordjahren 2020 und 2021 mithalten, pendelte sich aber auf das Vor-Pandemieniveau ein. Insgesamt lag das Marktvolumen für Blumen und Pflanzen im Jahr 2022 laut Schätzung der Agrarmarkt Informations-Gesellschaft mbH (AMI) bei 9,0 Milliarden Euro (zu Einzelhandelspreisen), wie der ZVG mitteilt.

Betrachtet man die Pro-Kopf-Ausgaben für Blumen & Zierpflanzen sinken diese im Jahr 2022 auf 107 Euro, so die Angaben des ZVG. Damit liegen sie um rund einen Euro unter den Pro-Kopf-Ausgaben des Vorpandemiejahres 2019, was sich durch das Bevölkerungswachstum in Deutschland erklärt.

Täglich neue Preissteigerungen bei allen Betriebsmitteln und die Unsicherheiten in der Energieversorgung ließen die Stimmung im energieintensiven Zierpflanzenbau kurz vor Saisonstart im März kippen. Eine solide Planung für die kommenden Monate war kaum möglich, teilt der ZVG weiter mit. Der ZVG-Geschäftsklimaindex stürzte im Mai, mitten in der Saison, mit 82 Punkten auf ein noch nie dagewesenes tiefes Niveau und der Sinkflug setzte sich weiter fort mit einem Rekordtiefwert von 74 Punkten im September. Die Stimmung blieb den Angabgen des ZVGT zuzfolge auch zum Jahresabschluss verhalten, wenn auch mit leichter Tendenz zur Besserung nach Beschluss der Strom- und Gaspreisbremsen. Letztendlich fiel der Absatz aber in der Summe besser als zwischendurch befürchtet aus. Wir bewegen uns jetzt in etwa wieder auf dem Niveau von 2019.

Während Gartenpflanzen aufgrund der während der Pandemie fertiggestellten Gartenprojekte und des Hitzesommers nicht profitieren konnten, verbesserten Zimmerpflanzen und Schnittblumen ihr Ergebnis mit dem Neueinsetzen des Cocooning-Effekts. Gartenpflanzen konnten ihr Ergebnis aus 2019 nicht ganz halten und kamen im Jahr 2022 nur auf ein Marktvolumen von 4,3 Milliarden Euro (zu Einzelhandelspreisen). Verglichen mit 2021 entspricht das einem Minus von 13 Prozent, im Vor-Pandemievergleich schrumpft das Minus auf weniger als ein Prozent. Die Pro-Kopf-Ausgaben für Gartenpflanzen sanken 2022 auf rund 52 Euro.

Im Vorjahresvergleich zeigten sich die Märkte 2022 im Minus: Gehölze um 11 Prozetn, Beet- & Balkonpflanzen um 14 Prozent, Stauden um 16 Prozent, Kräuter um 17 Prozent und Blumenzwiebeln um 5 Prozent. Damit konnten lediglich Stauden und Blumenzwiebeln ihr Vor-Pandemieergebnis übertreffen. Für Stauden gab jeder Einwohner Deutschlands 2022 rechnerisch sieben Euro aus, für Blumenzwiebeln drei Euro.

zuletzt editiert am 24.01.2023