Die Hersteller von Gartenprodukten haben höhere Kosten durch steigende Rohstoffpreise für Metalle oder Kunststoffe. Ein Ende des „Preisbooms“ sei nicht absehbar, meldet der Industrieverband Garten (IVG). Folge: Höhere Verbraucherpreise in der Gartenbranche.
Die Gründe für den Preisboom bei den Metallen seien vielfältig, so der IVG. Aufgrund der anhaltend großen Nachfrage in China sei das Angebot relativ knapp. Zudem hätten viele Minenbetreiber ihre Förderung in der Corona-Pandemie zurückgefahren. Das habe dazu geführt, dass die Lagerbestände knapp geworden seien. Eine ähnliche Situation herrsche bei den Kunststoffen. Die Pandemie habe weltweit zu einem Ungleichgewicht von Nachfrage und Angebot geführt. Darüber hinaus verschlimmere eine weltweit vorherrschende Störung der Logistikketten die Lage zusätzlich.
„Viele unserer Mitgliedsunternehmen sind auf die Rohstoffe beziehungsweise Folgeprodukte aus den Rohstoffen angewiesen. Ihnen bleibt nichts anderes übrig, als die extreme Steigerung der Rohstoffpreise zu akzeptieren“, sagt IVG-Chefin Anna Hackstein. Für die Unternehmen sei es aber oberste Priorität, die Lieferfähigkeit ihrer Produkte sicherzustellen und „den gewohnten Service zu gewährleisten“. Um eine wirtschaftliche Produktion bei den aktuellen Rohstoffpreisen zu ermöglichen, sähen sich viele daher gezwungen, die Preise in den von der Rohstoffverknappung betroffenen Produktkategorien zu erhöhen.
