Buchstaben aus Styropor zeigen das Wort 'DIY' (Quelle: BaumarktManager)
Do it yourself hatte zuletzt Hochkonjunktur. (Quelle: BaumarktManager)

Handel

06. December 2021 | Teilen auf:

Baumärkte hoffen auf bessere Umsätze in 2022

Angesichts von Lockdown, miesem Sommerwetter und Lieferproblemen können Deutschlands Baumärkte 2021 nicht an die Erfolge des Vorjahres anknüpfen. Per Ende September sanken die Umsätze um 11 Prozent auf rund 15,4 Milliarden Euro. Einzelne Unternehmen schneiden besser ab.

Das Jahr 2021 ist so gut wie gelaufen. Die wenigen Tage, die noch bis Silvester bleiben, werden sich in der Bilanz der deutschen Baumarktbranche nicht mehr großartig positiv bemerkbar machen. Unter dem Strich steht ein deutliches Minus, das allerdings weniger wehtut, wenn man die aktuellen Werte nicht mit denen des von Sondereffekten geprägten Vorjahres vergleicht, sondern mit den Zahlen des Vor-Corona-Jahres 2019. Branchenanalyst Klaus Peter Teipel hatte jüngst bereits daraufhin gewiesen, dass – der DIY-Boom 2020 ausgeblendet – die Baumärkte sich auf einem normalen Wachstumskurs bewegen. Darüber hinaus ist zu beachten, dass die Branchenentwicklung nicht die Entwicklung einzelner Unternehmen widerspiegelt.

Wie der Handelsverband Heimwerken, Bauen und Garten (BHB) aktuell mitteilt, sind die Branchenumsätze im Zeitraum von Januar bis September 2021 im Vorjahresvergleich um 11,1 Prozent (flächenbereinigt: -11,8 Prozent) auf rund 15,4 Milliarden Euro gesunken. Mit einer belastbaren Prognose für das kommende Jahr 2022 hält sich der Verband zurück. Insgesamt sei die Branche „derzeit auf einem sehr guten Weg“. Die Pandemiephase habe angestoßene Veränderungsprozesse deutlich beschleunigt. In Kombination mit der hohen Affinität der Menschen zum „Home Improvement“ entstehe ein günstiges Klima für die Baumärkte.

Wie die Entwicklung weitergeht, hängt nach Einschätzung des BHB auch davon ab, welche möglichen Einschränkungen die Politik dem Einzelhandel im Rahmen der Pandemiebekämpfung auferlegt. Zudem seien die Auswirkungen der anhaltenden Produktions- und Lieferengpässe weltweit weiterhin nur sehr schwer abzuschätzen.

zuletzt editiert am 06.12.2021